REZENSIONEN – und wie wir (ohne Sinnkrisen) damit umgehen können

Im Zuge der DELIA-Tagen 2025 fanden wir uns in Euskirchen zu einer Runde von Liebesroman-Autorinnen zusammen, um über das Hassliebe-Thema Rezensionen zu sprechen.

Für Schreibende ist es ja so: Wir wollen, dass andere Menschen unsere Werke lesen. Im besten Fall mögen sie sie sogar, und im allerbesten Fall schreiben sie eine … ja, was? Eine Rezension? Eine Bewertung? Eine Buchbesprechung? Was ist denn da überhaupt der Unterschied?

Rezension? Bewertung? Oder doch Buchbesprechung?

Rezension – das individuelle Feedback

Bei einer Rezension, vor allem in den sozialen Medien, reden wir von einem Text, der ein Buch auf subjektive Weise beurteilt. Oft finden wir eine Zusammenfassung des Inhalts, ein Feedback dazu sowie zu Stil, Cover etc. und schließlich ein Fazit. Am Ende wird zuweilen eine Leseempfehlung ausgesprochen.

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Schreiben von unterwegs

Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? – Ähnlich funktioniert es auch mit der Inspiration zu Geschichten: Kommt zuerst der Ort oder die Idee?

Manchmal beflügelt uns eine Gegend, an der wir uns gerade befinden, und ein anderes Mal beschließen wir, eine Geschichte an einem bestimmten Platz anzusiedeln und reisen deshalb zur Recherche dorthin.

Es ist einfacher, über ein Gebiet zu schreiben, das man kennt, selbst im Romantasy-Bereich werden häufig reale Orte als Vorbild genommen. Man weiß, wie es dort riecht, wie es schmeckt, wie es klingt, wie die Leute ticken, und dieses ganz spezielle Feeling spürt man dann auch in den Texten. Natürlich kann man auch über Google Earth in die Gebiete „reisen“ und mit Leuten vor Ort virtuell sprechen, aber es ist doch nicht dasselbe und man fühlt es oft beim Lesen, ob jemand die Gegend tatsächlich kennt – vor allem, wenn man selbst dort heimisch ist. Ein Sprichwort lautet: „Es ist besser, etwas einmal zu sehen, als tausendmal davon zu hören.“

Aber wo verfassen wir diese Geschichte nun? Machen wir uns beim Reisen ausreichend Notizen und schreiben dann zu Hause im stillen Kämmerchen oder genießen wir das Ambiente vor Ort und die Möglichkeit, auch zwischendurch etwas zu überprüfen? Oder wählen wir Variante 3 und reisen vielleicht ein zweites Mal hin, um noch mehr zu recherchieren? Ich habe schon alle drei Versionen probiert und jede hat ihre Vorteile, sodass ich selbst dies auch variabel gestalte.

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Überarbeiten und Korrekturlesen – Tipps und Tricks, wie ihr das Beste aus eurem Buch holt

Der erste Entwurf ist geschrieben. Herzlichen Glückwunsch! Aber wenn wir ehrlich sind: Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Überarbeiten und Korrekturlesen sind die Prozesse, in denen aus einer Rohfassung ein richtig gutes Buch wird. Viele unterschätzen diese Phase – dabei liegt hier der Schlüssel zu einem Werk, das eure Leser*innen fesselt, überzeugt und im besten Fall lange im Gedächtnis bleibt.

Und genau an diesem Punkt beginnt für mich der Teil, den ich besonders liebe. So sehr ich das Schreiben mag – beim Überarbeiten tauche ich noch tiefer in die Geschichte ein. Ich sehe die Figuren noch klarer vor mir, spüre die Stimmung intensiver, verfeinere Dialoge, bringe Nuancen ein, die beim ersten Run oft noch fehlen. Es fühlt sich fast an, als würde ich mit jeder Korrektur noch enger mit meiner eigenen Welt verschmelzen.

Darum teile ich heute meine besten Tipps und Tricks, wie ihr das Beste aus eurem Manuskript herausholt – und diese Phase vielleicht genauso schätzen lernt wie ich.

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Lesen, genießen, bewerten, diskutieren, freuen, ehren

DELIA – die Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautorinnen und -autoren macht sich seit mehr als zwanzig Jahren für den Liebesroman stark.

Denn wenn wir ehrlich sind, ist ein Liebesroman mehr als nur eine Geschichte über zwei Menschen, die zueinander finden.

Und wie kann man das besser zeigen und feiern als mit einem – oder gleich zwei – Preisen?

Wir teilen da ganz die Meinung von Heike Abidi, der DELIA-Präsidentin, die zusammen mit Vize-Präsidentin Marah Woolf und Jury-Präsidentin Petra Schier durch die diesjährige Preisverleihung führte. In der Begrüßung stellte sie fest: „Liebesromane sind sehr vielfältig. Sie können packend sein oder tiefgründig, humorvoll oder romantisch, tragisch, poetisch, leidenschaftlich, herzerwärmend, historisch, spannend, erotisch, nachdenklich, überraschend, mitreißend und vielschichtig.“

Und all das durften wir, die insgesamt zehn Jury-Mitglieder, auch in diesem Jahr lesen und bewerten.

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