Foto: privat

Martina Fiess

Eine Doktorin der Philosophie schreibt Unterhaltungsliteratur? Genau – das ist gelebte Dialektik, dachte sich Martina Fiess und genoss die diebische Freude, statt möglichst kompliziert und abstrakt nun möglichst spannend und anschaulich zu schreiben. Das gelang ihr auf Anhieb so gut, dass sie mit ihrem rabenschwarzen Kurzkrimi „Frauensolidarität“ 2001 zu den Gewinnern des Krimiwettbewerbs „Das Verbrechen lauert überall“ gehörte und sowohl Scherz als auch der Verlag der Criminale die ziemlich unsubtil böse Geschichte veröffentlichten.

Seitdem hat sie fünf Kriminalromane für emons geschrieben, zwei Anthologien mit Weinkrimis co-herausgegeben und über 20 Kurzkrimis publiziert. Heldin ihrer wortwitzigen und vergleichsweise unblutigen Kriminalromane jenseits des Serienkiller-Mainstreams ist die Werberin Bea Pelzer – leicht chaotisch und mit einem fatalen Hang zu Leichen und den falschen Männern ausgestattet. Im Sommer 2016 erschien ihr 5. Roman „Tod am Bärensee“.