Foto: Olivier Favre

Die Autorin:

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. „Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht.“
Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

Der Roman:

Im Ruhrgebiet des Jahres 1959 rauchen noch überall die Schlote, aber die Kohlekrise hat bereits eingesetzt, und unruhige Zeiten werfen ihre Schatten voraus. Die junge Buchhändlerin Inge wohnt immer noch in Oma Mines Siedlungshäuschen, ebenso wie ihre 17-jährige Schwester Bärbel, die mit ihrem rebellischen Verhalten häufig für Ärger sorgt. Schon lange steht fest, dass Inge in diesem Jahr endlich ihren Jugendfreund heiraten und eigene Wege gehen wird. Ein wohlgeordnetes Leben liegt vor ihr. Doch dann bahnen sich Konflikte an, die den Zusammenhalt in der Familie auf eine harte Probe stellen …

Die Begründung der Jury (Shortlist-Nominierung):

Eine gefühlvolle und berührende Familiengeschichte der Nachkriegszeit.

Ein herausragendes und ungeschöntes Zeitportrait. Die Autorin nimmt jede ihrer Figuren ernst und folgt ihnen konsequent und doch mit zugewandtem Blick durch die Geschichte.

Die Liebesgeschichten in diesem Roman sind vielfältig, unkonventionell, manchmal aber auch ganz gewöhnlich. Doch immer ist die Liebe da, wenn große Entscheidungen anstehen.

Liebe ist eben das, was passiert, wenn du eifrig dabei bist, Pläne zu machen. Das ist so greifbar, realistisch, lebensnah, denn ganz gleich, was wir entscheiden, spielt die Liebe dabei doch immer eine große, wenn nicht entscheidende Rolle? Wenn diese Botschaft dann noch in einer klaren, direkten Sprache, in detailreichen Schilderungen und gespannten Erzählbogen daherkommt, ist der Roman einfach rundherum gelungen.

 

Die Begründung der Jury (Preisverleihung):

Man möchte die Figuren in diesem Roman gerne persönlich kennenlernen. Sie werden zu engen Freunden, die man auf der letzten Seite nur höchst ungern wieder verlässt und die garantiert noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Die Liebe in diesem Roman ist so gut wie alles, was sie nur sein kann: herzerwärmend, schmerzhaft, aufwühlend, berührend, mal ungewöhnlich, mal ganz alltäglich, mal leise und zurückhaltend oder auch mal packend und fesselnd.

Leben und Liebe bedingen einander, stehen sich aber manchmal auch gegenseitig im Weg. In diesem Roman wird diese Dissonanz mit einer klaren, bildhaften und eindringlichen Sprache und mit viel Empathie für die Figuren herausgearbeitet.

Gefühlvoll erzählt dieser Roman aus dem echten Leben mit all seinen Hochs und Tiefs und gipfelt in der Erkenntnis, dass die Liebe, ganz gleich wo und wie man sie findet oder lebt, die Grundlage für all unsere Entscheidungen ist.

 

Hier können Sie die offizielle Pressemitteilung als PDF herunterladen …

 

Außerdem nominiert waren:

Deloy, Sylvia, Das Glück ist zum Greifen da, Lübbe
Günak, Kristina, Die Liebe kommt auf Zehenspitzen, Lübbe
Liebig, Anna, Das Winterkarussell, Blanvalet
Peter, Maria W., Eine Liebe zwischen den Fronten, Lübbe
Roth, Charlotte, Die Königin von Berlin, Droemer
Rubin, Susanne, Die Erben von Gut Lerchengrund, Heyne
Seifert, Paula, Saale Premium – Stürme über dem Weinschloss, Ullstein
Völler, Eva, Ein Traum von Glück, Lübbe
Weichel, Tatjana, Bis dann, ich lieb dich, Rabenwald Verlag