Die Autorin:

Dr. Melanie Metzenthin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt. Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie hat sie einen ganz besonderen Einblick in die Psyche ihrer Patienten. Sie hat in ihrem Berufsleben sowohl mit traumatisierten Menschen als auch psychisch kranken Straftätern gearbeitet. Bei der Entwicklung ihrer Romanfiguren greift sie gern auf ihre beruflichen Erfahrungen zurück, um glaubwürdige Charaktere zu schaffen und insbesondere auch Menschen mit Handicap eine Stimme zu geben. Ihr bislang erfolgreichster Roman ist „Im Lautlosen“, der 2017 bei Tinte&Feder erschienen ist.

Der Roman:

Gut Mohlenberg, 1920: In der Einrichtung für psychisch kranke Menschen kümmert die junge Medizinerin Friederike von Aalen sich liebevoll um die Patienten. Einer von ihnen ist Friederikes Mann Bernhard, der nach einer Hirnverletzung im Krieg ihre besondere Zuwendung braucht. Der schneidige Leutnant von einst erinnert sich an vieles nicht, aber mit seiner Frau verbindet ihn noch immer eine tiefe Liebe.
Da geschehen in der Gegend kurz hintereinander zwei grausame Morde. Man ist schnell bei der Hand mit den Verdächtigungen: Es muss einer der »Geisteskranken von Mohlenberg« gewesen sein! Doch Friederike würde für ihre Patienten die Hand ins Feuer legen und stellt heimlich eigene Nachforschungen an. Was weiß Walter Pietsch, der Mann mit den schlimmen Verbrennungen, den sie vor Kurzem erst eingestellt haben? Und welche Rolle spielt der hochintelligente, aber kühle Dr. Weiß? Zu spät begreift Friederike, dass sie mit ihren Fragen sich selbst und die Menschen in ihrer Nähe in große Gefahr gebracht hat …

Die Begründung der Jury (Shortlist-Nominierung):

Ein Buch, das einem den Schlaf raubt und zahlreiche Fragen aufwirft. Was darf Wissenschaft? Und was nicht? Kann Liebe jenseits gemeinsamer Erinnerungen und psychischer Unversehrtheit bestehen? Auch wenn diese Geschichte sich nach dem Ersten Weltkrieg entspinnt, so büßt sie in unserer gegenwärtigen Zeit ihre Relevanz nicht ein. Denn was die Liebe darf und was sie vermag, verhandelt jede Epoche vor diversen gesellschaftlichen Hintergründen immer wieder aufs Neue. Melanie Metzenthin hat eine Geschichte geschaffen, die zu Tränen rührt, die unfassbar viele verschiedene Gefühle beim Leser aufwühlt und ihn trotzdem voller Zuversicht und Hoffnung entlässt. 

 

Die Begründung der Jury (Preisverleihung):

Ein besonderes und mutiges Buch, das eine einzigartige Liebesgeschichte erzählt, deren Spannungsbogen in den ersten Seiten beginnt und bis zum Ende der Geschichte nicht abreist. Ein Pageturner!
Ein berührender Roman, der den Leser mit Tränen in den Augen zurücklässt. Tiefe Betroffenheit und Sprachlosigkeit wechseln sich mit Hoffnung und Zuversicht ab. Gekrönt werden all diese Gefühle mit einer Liebe, die keine Grenzen kennt – ganz egal, was das Leben bringt.
Ein ganz besonderer Roman über eine ganz besondere Liebe. Eine mutige Geschichte, die ihresgleichen sucht. 

 

Hier können Sie die offizielle Pressemitteilung als PDF herunterladen …

 

Außerdem nominiert waren:

Elisabeth Büchle, Im Schatten der Vergangenheit, Gerth Medien
Nina George, Südlichter, Droemer Knaur
Lisa Marcks, Vom Himmel zum Meer, Goldmann
Michelle Marly, Madame Piaf und das Lied der Liebe, Aufbau Taschenbuch Verlag
Anna Moretti, Effi liest, Bastei Lübbe
Verena Rabe, Und über uns das Blau des Himmels, dotbooks
Charlotte Roth, Wir sehen uns unter den Linden, Droemer Knaur
Nicole C. Vosseler, Die Hüterin der verlorenen Dinge, HarperCollins
Hendrik Winter, Die Antwort auf Vielleicht, Bastei Lübbe