| Kirsten
Winkelmann »Schwesterherz« ![]() Gerth Medien ISBN: 3-865911-04-8 |
Mahesh
Motiramani »Annas Suche« Buch & Media ISBN: 3-65201-62-8 |
Insa
Segebade »Der Heiler« Gipfelbuch Verlag ISBN:3-937591-37-0 |
| Bruno
Preisendörfer »Die letzte Zigarette« ![]() Eichborn ISBN:3-8218-0776-8 |
Isabell
Frank »Schattental« Eichborn ISBN:3-8218-5757-9 |
Regula
Venske »Marthes Vision« Eichborn ISBN:3-8218-5783-8 |
| Marc Buhl »DasBillardzimmer« Eichborn ISBN:3-8218-5781-1 |
Birgit
Paltram »Ohne Sicht« ![]() Lerato Verlag ISBN: 3-93888218-2 |
Petra Aliu »Alba und Albion« ![]() Friedmann Verlag ISBN: 3933431735 |
Anne Hertz »Wunderkerzen« Knaur ISBN: 3426629771 |
Susanne Wahl
»Das Lächeln der Venus« ![]() Knaur ISBN:342662852X |
Dagmar
Hansen »Heute schon geküsst?« Knaur ISBN: 3426626543 |
| Katryn
Berlinger »Im Schatten der Olivenbäume« ![]() Knaur ISBN: 3426632179 |
Anne Hertz »Glückskekse« Knaur ISBN:3426629763 |
Laila El Omari »Die englische Erbin« ![]() Knaur ISBN: 3426629852 |
Silke Schütze »Schwimmende Väter« ![]() Knaur ISBN: 342662981X |
Nele Böhm »Ein Vater zum Verlieben« ![]() Knaur ISBN:3426633086 |
Sabine Ebert
»Das Geheimnis der Hebamme« Knaur ISBN: 3426634120 |
Tanja Wekwerth »Esthers Garten« ![]() Knaur ISBN: 3426633426 |
Gernot Gricksch »FreilaufendeMänner« ![]() Knaur ISBN:3426632136 |
Karin Engel »Die Kaffeeprinzessin« ![]() Knaur ISBN: 3426631814 |
Sabrina Capitani »Das Buch der Gifte« ![]() Piper ISBN: 3492247814 |
Anna Zierhut »Carla kocht« ![]() Piper ISBN: 3492261795 |
Sabine Both »Die Liebe, Herr Otto und ich« Piper ISBN: 349226168X |
Renate C. Henschel »Gefühlte Lage: sonnig« Piper ISBN: 3492261876 |
Gaby Hauptmann »Ran an den Mann« ![]() Piper ISBN: 3492262074 |
Kim
Schneyder »Frauen rächen besser« Piper ISBN: 3492261884 |
| Silke
Neumayer »Herz laß nach« Piper ISBN: 3492261949 |
Stefan Jäger
»Der Silberkessel« ![]() Piper ISBN:349224842X |
Kriss
Rudolph »Unsterblich kopiert« Fischer ISBN:3-596-17185-7 |
| Simone Posch
»Sophies Weltmeister« ![]() Fischer ISBN: 3-596-16704-3 |
Michaela
Möller »ChampagnerWillIch« ![]() Bastei-Lübbe ISBN: 3-404-15551-4 |
Anke
Greifeneder »Flaschendrehen« Bastei-Lübbe ISBN: 3-404-15600-5 |
Gabriele Droste »Das Blau der Träume« Diana Verlag ISBN: 3-453-35139-8 |
Jana Voosen »Venus allein zu Haus« ![]() Heyne ISBN: 3-453-40466-1 |
Sebastian
Corda »Der Zauber der Stunde« ![]() Moments ISBN: 3-937670-35-5 |
Sarah Baines »Die Spur der Wölfin« ![]() Moments ISBN:3-937670-42-3 |
Deana
Zinßmeister »Der Duft der Erinnerung« Moments ISBN:3-937670-43-0 |
Lily Danes »Das Herz des Wikingers« Moments ISBN:3-937670-38-6 |
Tatjana Kruse »Küss mich, Schatz!« Goldmann Verlag ISBN:3-442-46164-2 |
Ocke Aukes »Meeresleuchten für dich« Sollermann Verlag ISBN:3-938-897-07-4 |
Antje Babendererde »Libellensommer« ![]() Arena ISBN:3-401-05881-9 |
| Hilke
Rosenboom »Das falsche Herz des Meeres« ![]() cbj-Verlag ISBN: 3-570-12964-0 |
Marie Andrevsky »Wiener Menuett« C.M. Brendle Verlag ISBN: 3-9810329-1-8 |
Angeline Bauer »Die Seifensiederin« Aufbau-Verlag ISBN: 3-7466-2277-8 |
| Petra Last »Wie der Himmel auf Erden« ![]() Club Premiere Buch-Nr.: 82719-6 |
Deana
Zinßmeister »Fliegen wie ein Vogel« ![]() Moments ISBN: 3-937670-36-2 |
Kathy
DeBrett »Die Herrin des Labyrinths« Moments ISBN: 3-937670-29-7 |
Sophie Berg »Liebe im Gepäck« ![]() Moments ISBN: 3-937670-24-6 |
Rena Monte »Die Falknerin« Moments ISBN: 3-937670-28-9 |
Jeanette
Sanders »Die Reise der Aphrodite« ![]() Moments ISBN: 3-937670-27-0 |
| Jeanine
Krock »Der Venuspakt« ![]() UBooks ISBN: 3-86608-044-7 |
Simone
Behnke
»Mittsommernächte« ![]() Bastei Lübbe ISBN: 3-404-15496-7 |
Jan Drees »Letzte Tage, jetzt« Eichborn ISBN: 3-8218-5777-3 |
| Elke
Heinemann »Der Spielplan« ![]() Edition Nautilus ISBN: 3-89401-478-4 |
DELIA-LITERATURPREIS 2007
Die »DeLiA 2007«
wurde am 12. Mai 2007 in Leipzig vergeben. 55 Romane aus 22 Verlagen
wurden eingereicht und von unserer erfahrenen Jury geprüft. Nur 8 kamen
in die Finalrunde. Antje Babendererde
setzte sich mit »Libellensommer«
durch und gewann die »DeLiA«.

Der zweite Platz ging an Hilke
Rosenboom mit ihrem Roman »Das
falsche Herz des Meeres« und Marc
Buhl
mit »Das Billardzimmer«. Sabrina Capitani schaffte es mit »Das Buch der
Gifte« auf Platz 3.
Die Jury bestand aus Heide John, Marte Cormann, Rebecca Michéle & Kerstin Gier.
DAS BUCH: Die mitten in den Wirren der Pubertät und problematischen Familienverhältnissen steckende Jodie läuft von zu Hause weg. An einer Tankstelle begegnet sie einem jungen Indianer, in dessen Blick so viel Ablehnung liegt, dass das Mädchen sich nicht traut, ihn um eine Mitfahrgelegenheit zu bitten. Dennoch ist Jodie noch am selben Tag mit Jay Muskalunge in den undurchdringlichen Wäldern Kanadas unterwegs. Anstatt Jodie zurück in die Stadt zu bringen, nimmt der zunächst unzugänglich erscheinende junge Mann die Fünfzehnjährige mit auf eine Abenteuerreise.
Fernab von jeder Zivilisation verlieben sich die beiden ineinander. Drei Wochen lang hält sich Jodie bei den Indianern auf; drei Wochen in denen vieles geschieht. Aber das weiße Mädchen gehört nicht in die Wildnis und der junge Indianer nicht in die Stadt.
Als sie ihr Ziel erreichen, steht Jodie vor einer schweren Entscheidung …
DIE MEINUNG DER JURY: Antje Babendererde führt Jodie, die sich auf der Schwelle zum Erwachsensein befindet, in eine neue, vollkommen fremde Welt. Mit großem psychologischem Einfühlungsvermögen beschreibt die Autorin ihre weiße Heldin und den indianischen Jungen Jay. Sie verknüpft zwei Welten, die nichts oder nur wenig miteinander zu tun haben, und sie eröffnet längst nicht nur ihren Protagonisten einen höchst interessanten Blick auf das Leben der Cree-Indianer.
Obwohl die beiden Hauptpersonen im jugendlichen Alter sind, ist »Libellensommer« weit mehr als ein Jugendroman: Er ist hintergründig und vermittelt Stimmungen, wissenswerte Informationen und tiefe Gefühle, die auch Erwachsene zum Nachdenken anregen.
Der Roman überzeugt durch eine gute und gründliche Recherche, die Naturbeschreibungen stehen im Zeichen atmosphärischer Dichte - und die sich allmähliche entwickelnde Beziehung zwischen Jodie und Jay benötigt keine an den Haaren herbeigezogenen Konfliktsituationen, um künstlich Spannung zu erzeugen.
Auch die Nebencharaktere, und hier vor allem die Lagerbewohner, sind mit einer angenehmen Tiefe geschildert, sie wirken glaubwürdig und lebensnah. Auch soziale Probleme bleiben in diesem kraftvoll erzählten Roman nicht unausgesprochen: Der Kampf der Crees um den Erhalt ihres Lebensraumes - und vor allem der Natur - ist auch ein Lehrstück über unseren Umgang mit der Erde.
Ganz besonders gelungen ist auch das Ende des Romans, das auf eine neue Geschichte weist. »Libellensommer« zieht ganz gewiss nicht nur jugendliche Leser in Bann. Denn spannender und romantischer als Antje Babendererde hätte man diese Geschichte kaum erzählen können!
Die Jury bestand aus Heide John, Marte Cormann, Rebecca Michéle & Kerstin Gier.
DAS BUCH: Die mitten in den Wirren der Pubertät und problematischen Familienverhältnissen steckende Jodie läuft von zu Hause weg. An einer Tankstelle begegnet sie einem jungen Indianer, in dessen Blick so viel Ablehnung liegt, dass das Mädchen sich nicht traut, ihn um eine Mitfahrgelegenheit zu bitten. Dennoch ist Jodie noch am selben Tag mit Jay Muskalunge in den undurchdringlichen Wäldern Kanadas unterwegs. Anstatt Jodie zurück in die Stadt zu bringen, nimmt der zunächst unzugänglich erscheinende junge Mann die Fünfzehnjährige mit auf eine Abenteuerreise.
Fernab von jeder Zivilisation verlieben sich die beiden ineinander. Drei Wochen lang hält sich Jodie bei den Indianern auf; drei Wochen in denen vieles geschieht. Aber das weiße Mädchen gehört nicht in die Wildnis und der junge Indianer nicht in die Stadt.
Als sie ihr Ziel erreichen, steht Jodie vor einer schweren Entscheidung …
DIE MEINUNG DER JURY: Antje Babendererde führt Jodie, die sich auf der Schwelle zum Erwachsensein befindet, in eine neue, vollkommen fremde Welt. Mit großem psychologischem Einfühlungsvermögen beschreibt die Autorin ihre weiße Heldin und den indianischen Jungen Jay. Sie verknüpft zwei Welten, die nichts oder nur wenig miteinander zu tun haben, und sie eröffnet längst nicht nur ihren Protagonisten einen höchst interessanten Blick auf das Leben der Cree-Indianer.
Obwohl die beiden Hauptpersonen im jugendlichen Alter sind, ist »Libellensommer« weit mehr als ein Jugendroman: Er ist hintergründig und vermittelt Stimmungen, wissenswerte Informationen und tiefe Gefühle, die auch Erwachsene zum Nachdenken anregen.
Der Roman überzeugt durch eine gute und gründliche Recherche, die Naturbeschreibungen stehen im Zeichen atmosphärischer Dichte - und die sich allmähliche entwickelnde Beziehung zwischen Jodie und Jay benötigt keine an den Haaren herbeigezogenen Konfliktsituationen, um künstlich Spannung zu erzeugen.
Auch die Nebencharaktere, und hier vor allem die Lagerbewohner, sind mit einer angenehmen Tiefe geschildert, sie wirken glaubwürdig und lebensnah. Auch soziale Probleme bleiben in diesem kraftvoll erzählten Roman nicht unausgesprochen: Der Kampf der Crees um den Erhalt ihres Lebensraumes - und vor allem der Natur - ist auch ein Lehrstück über unseren Umgang mit der Erde.
Ganz besonders gelungen ist auch das Ende des Romans, das auf eine neue Geschichte weist. »Libellensommer« zieht ganz gewiss nicht nur jugendliche Leser in Bann. Denn spannender und romantischer als Antje Babendererde hätte man diese Geschichte kaum erzählen können!
Interview mit Antje Babendererde
Die Gewinnerin der »DeLiA 2007« im Interview mit DeLiA-Präsidentin Rebecca Michéle:
1. Im Namen von DeLiA gratuliere ich Dir ganz herzlich für den Sieg der »DeLiA 2007« mit Deinem Roman »Libellensommer«. Was hast Du empfunden, als Dein Name als Sieger genannt wurde?
Ich war tatsächlich völlig von den Socken. Sicher, wenn die Jury einen unter die Finalisten wählt, sollte man - wenigstens ein bisschen - damit rechnen, das es passieren könnte. Aber als Ulrike Dietmann die Inhalte und Jurymeinungen zu den anderen Büchern vorlas (sie hat das ganz wunderbar gemacht und es waren so tolle Bücher), da dachte ich: Okay, es war schon toll, unter den Finalisten gewesen zu sein. Ich habe mich auf jeden Fall riesig gefreut, auch wenn ich das vor lauter Aufregung gar nicht richtig ausdrücken konnte.
2. »Libellensommer« wird als Jugendroman deklariert und ist auch in einem Jugendbuchverlag (Arena) erschienen. Welche Chancen hast Du Dir bei der Einreichung zum Preis ausgerechnet?
Ich habe Heide John (Jury-Vorsitzende) zuvor gefragt, ob es Sinn macht, ein Jugendbuch einzureichen und sie mailte: Aber klar doch! Das war überzeugend. Dann sah ich die 55 zugelassenen Bücher und meine Hoffnungen schwanden. Aber, als ich vor 16 Jahren wieder anfing zu schreiben, habe ich viele verrückte Versuche gestartet. Ich bin der Überzeugung, dass man ab und zu auch mal etwas Ungewöhnliches ausprobieren sollte, um den Mut nicht zu verlieren. Manchmal klappt es. Und es hat geklappt. Die »DeLiA« steht vor mir im Fenster.
Die Gewinnerin der »DeLiA 2007« im Interview mit DeLiA-Präsidentin Rebecca Michéle:
1. Im Namen von DeLiA gratuliere ich Dir ganz herzlich für den Sieg der »DeLiA 2007« mit Deinem Roman »Libellensommer«. Was hast Du empfunden, als Dein Name als Sieger genannt wurde?
Ich war tatsächlich völlig von den Socken. Sicher, wenn die Jury einen unter die Finalisten wählt, sollte man - wenigstens ein bisschen - damit rechnen, das es passieren könnte. Aber als Ulrike Dietmann die Inhalte und Jurymeinungen zu den anderen Büchern vorlas (sie hat das ganz wunderbar gemacht und es waren so tolle Bücher), da dachte ich: Okay, es war schon toll, unter den Finalisten gewesen zu sein. Ich habe mich auf jeden Fall riesig gefreut, auch wenn ich das vor lauter Aufregung gar nicht richtig ausdrücken konnte.
2. »Libellensommer« wird als Jugendroman deklariert und ist auch in einem Jugendbuchverlag (Arena) erschienen. Welche Chancen hast Du Dir bei der Einreichung zum Preis ausgerechnet?
Ich habe Heide John (Jury-Vorsitzende) zuvor gefragt, ob es Sinn macht, ein Jugendbuch einzureichen und sie mailte: Aber klar doch! Das war überzeugend. Dann sah ich die 55 zugelassenen Bücher und meine Hoffnungen schwanden. Aber, als ich vor 16 Jahren wieder anfing zu schreiben, habe ich viele verrückte Versuche gestartet. Ich bin der Überzeugung, dass man ab und zu auch mal etwas Ungewöhnliches ausprobieren sollte, um den Mut nicht zu verlieren. Manchmal klappt es. Und es hat geklappt. Die »DeLiA« steht vor mir im Fenster.
3.
Wie auf Deiner Homepage zu lesen ist, liegt Deine Sympathie bei den
amerikanischen Ureinwohnern. Seit wann beschäftigst Du Dich mit
Indianern und gab es eine Art Schlüsselerlebnis, das Dein Interesse
daran geweckt hat?
Ich bin schon seit frühester Jugend ein ausgesprochener Indianerfan. »Blauvogel« von Anna Jürgen war mein Lieblingsbuch. Darin wird ein weißer Siedlerjunge von Indianern geraubt und an Sohnes statt angenommen. Ich wünschte, mir könnte das auch passieren. Dann las ich sämtliche Bücher von Liselotte Welskopf-Henrich und sah alle Filme mit Gojko Mitic, unserem DEFA-Indianer. Das Interesse ist immer geblieben und wurde nach der Wende übermächtig. Ich wollte wissen, was aus den Helden meiner Kindheit geworden ist. Ich schrieb Indianerromane, wollte aber kein zweiter Karl-May sein. Also machte ich 1994 Schulden bei meinem Cousin Frank und flog nach Amerika. Neun Wochen war ich drüben unterwegs, immer auf der Suche nach meinen Geschichten.
4. Seit vielen Jahren reist Du regelmäßig in die Gebiete der Figuren Deiner Romane. Was ist Dir bei diesem Reisen besonders wichtig, bzw. was möchtest Du dort erfahren und welche Menschen triffst Du?
Es ist mir wichtig, dass ich die Landschaft erlebe, in der meine Helden ihren Alltag verbringen. Eine Landschaft prägt Menschen. Es ist mir wichtig, dass ich den Alltag mit ihnen teile. Touristische Highlights, die gibt es nur am Rande. Ich versuche, mich auf das Leben dort einzulassen. Meine Verwandtschaft amüsiert sich immer über mich. Sie sagen, Unkraut jäten, Suppe kochen, Häuser bauen und abwaschen, das kannst du auch zu Hause haben. Aber außer diesen Alltagsdingen (es macht großen Spaß, mit Indianern zu arbeiten), gibt es natürlich auch das Besondere. Mit indianischen Ehefrauen und Müttern im Besucherraum eines Wüstengefängnisses zu sitzen, um jemanden zu besuchen. Mit einer indianischen Schriftstellerin Schellen für ein Tanzkostüm zu biegen (ich war die Schnellere) oder einen Sonnentanz zu sehen.
Ich bin schon seit frühester Jugend ein ausgesprochener Indianerfan. »Blauvogel« von Anna Jürgen war mein Lieblingsbuch. Darin wird ein weißer Siedlerjunge von Indianern geraubt und an Sohnes statt angenommen. Ich wünschte, mir könnte das auch passieren. Dann las ich sämtliche Bücher von Liselotte Welskopf-Henrich und sah alle Filme mit Gojko Mitic, unserem DEFA-Indianer. Das Interesse ist immer geblieben und wurde nach der Wende übermächtig. Ich wollte wissen, was aus den Helden meiner Kindheit geworden ist. Ich schrieb Indianerromane, wollte aber kein zweiter Karl-May sein. Also machte ich 1994 Schulden bei meinem Cousin Frank und flog nach Amerika. Neun Wochen war ich drüben unterwegs, immer auf der Suche nach meinen Geschichten.
4. Seit vielen Jahren reist Du regelmäßig in die Gebiete der Figuren Deiner Romane. Was ist Dir bei diesem Reisen besonders wichtig, bzw. was möchtest Du dort erfahren und welche Menschen triffst Du?
Es ist mir wichtig, dass ich die Landschaft erlebe, in der meine Helden ihren Alltag verbringen. Eine Landschaft prägt Menschen. Es ist mir wichtig, dass ich den Alltag mit ihnen teile. Touristische Highlights, die gibt es nur am Rande. Ich versuche, mich auf das Leben dort einzulassen. Meine Verwandtschaft amüsiert sich immer über mich. Sie sagen, Unkraut jäten, Suppe kochen, Häuser bauen und abwaschen, das kannst du auch zu Hause haben. Aber außer diesen Alltagsdingen (es macht großen Spaß, mit Indianern zu arbeiten), gibt es natürlich auch das Besondere. Mit indianischen Ehefrauen und Müttern im Besucherraum eines Wüstengefängnisses zu sitzen, um jemanden zu besuchen. Mit einer indianischen Schriftstellerin Schellen für ein Tanzkostüm zu biegen (ich war die Schnellere) oder einen Sonnentanz zu sehen.
5.
Woher erhältst Du die Inspirationen für Deine wundervollen Geschichten?
Entstehen die Ideen während Deiner Reisen?
Anfangs war es meine überquellende Fantasie, die mich zum Schreiben trieb. Sehnsucht wohl auch. Aber dann, als ich das Indianerland bereiste, fand ich die Geschichten dort. Jedes Mal neue und unglaubliche Geschichten. Und so lange ich die finde, werde ich wohl auch über Indianer schreiben. Wobei ich mir der Gratwanderung durchaus bewusst bin: Ich schreibe über eine fremde Kultur und mein Blick ist immer der einer Außenstehenden, sosehr ich mich auch bemühe, das Lebensgefühl dieser Menschen in meinen Büchern auszudrücken.
6. Ist ein neuer Roman bereits in Planung? Wenn ja, wärst Du bereit, mehr darüber zu verraten?
Im Juli wird ein weiterer Jugendroman bei Arena erscheinen, der Titel ist »Die verborgene Seite des Mondes« und ist wieder eine Liebesgeschichte mit Abenteuern. Es ist meine persönlichste Geschichte. Die Figurenkonstellationen sind zwar ausgedacht, aber fast alles darin ist wahr.
Wenn ich aus Amerika zurück bin, werde ich ein Projekt in Angriff nehmen, das jetzt einige Zeit auf Eis lag. Es wird ein Roman für Erwachsene, der im Merlin-Verlag herauskommen soll und es wird keine Liebesgeschichte sein.
7. Und zum Schluss möchten wir natürlich wissen, wo die DeLiA-Figur in Deinem Heim einen Platz gefunden hat.
Das habe ich oben schon erwähnt, sie steht im Fenster vor meinem Schreibtisch, neben dem ausgeblichenen Wirbelknochen eines Rindes, einer Gans aus Ästen, von Cree-Indianern gefertigt und einem verzierten Kürbis, der von Pueblo-Indianern aus New Mexico stammt.
Liebe Antje, recht herzlichen Dank für das Interview und erst Mal einen schönen Urlaub und dann natürlich weiterhin viele Einfälle für weitere tolle Geschichten!
Rebecca Michéle
Platz 2
![]() |
Hilke Rosenboom »Das falsche Herz des Meeres« cbj-Verlag |
DAS BUCH: Die 14-jährige Kapitänstochter Leevke verlebt eine behütete Kindheit auf der Nordseeinsel Wangerooge. Alles ändert sich, als ihre Mutter im Kindbett stirbt und ihr Vater als verschollen erklärt wird. Leevke kommt in eine Pflegefamilie und soll verheiratet werden. Aber das junge Mädchen hat längst eigene Pläne. Um sie realisieren zu können, will sie ihren einzigen wertvollen Besitz verkaufen: ein Bernsteinherz - und dabei gerät sie in die Hände von Entführern.
Erst der kultivierte marokkanische Kaufmannsohn Hanrib el Aniil kann sie befreien. Er verschweigt ihr, dass Wangerooge bei einer Sturmflut untergegangen ist und nimmt Leevke und ihre Freundin gegen ihren Willen mit in sein Heimatland. Auf diese Weise beginnt eine Reise durch fantastische Länder, die mit abenteuerlichen Begebenheiten gespickt ist.
Vier Jahre bleibt Leevke von zu Hause fort, vier lange Jahren, in denen sich ihre und Hanribs Wege immer wieder kreuzen …
DIE MEINUNG DER JURY: Hilke Rosenboom hat einen farbenprächtigen, sprachgewaltigen historischen Roman geschrieben, dem man die Lust der Autorin am Fabulieren deutlich anmerkt und der von der ersten Seite an in Bann zieht. Er beginnt mit einem bedrückenden und zugleich extrem anrührenden Szenario, denn die Protagonistin Leevke wird zur Waise und der Obhut deutlich eigennützig denkender Leute überlassen.
Hilke Rosenbooms Beschreibungen längst vergangener Zeiten und ferner Länder sind so ausdrucksstark und lebendig, dass sie jeden Leser mit auf die Reise nehmen. Sie führt in ferne Länder und fremde Kulturen - und sie zeigt, dass die Heimat des Menschen dort ist, wo sein Herz zu Hause ist.
Die Liebesgeschichte zwischen Leevke und Hanrib entwickelt sich langsam - und sie entwickelt sich mit ihren Protagonisten, die nicht nur durch ihre Erfahrungen mit dem Leben, sondern auch voneinander lernen.
Der erwachsene Leser vergisst schnell, dass die Hauptagierenden Jugendliche sind. Obwohl der Roman als Jugendbuch deklariert ist, eignet er sich für alle Altersgruppen.
Die Geschichte ist wunderbar stimmig und in sich geschlossen, sie ist in einem schönen Stil erzählt, transportiert viel Atmosphäre und benötigt keinerlei Klischees. Sehr gelungen sind auch die seemännischen Beschreibungen darüber, wie in vergangenen Zeiten ein Schiff über die Meere gesegelt wurde.
Hilke Rosenbooms Figuren verfügen über Ecken und Kanten. Die Liebesgeschichte bleibt frei von Kitsch oder Anzüglichkeiten und besticht durch eine klare, reine Sprache. Wer das Buch öffnet, dem weht eine kräftige Brise frischer Nordseeluft entgegen - in die sich der einzigartige Duft von Zimt mischt …

![]() |
Marc Buhl »Das Billardzimmer« Eichborn-Verlag |
DAS
BUCH: Konstanz im Jahr 1941: Vergeblich versuchen der jüdische
Pianist Helmut Spiegler und seine Frau Eva über die Grenze in die
Schweiz zu flüchten. Nur einer kann den beiden vielleicht noch helfen:
Gero von Nohlen, ein reicher Immobilienhändler, der Häuser geflüchteter
Juden verwaltet. Und tatsächlich nimmt von Nohlen das Ehepaar bei sich
auf. Während Helmut Spiegler sich in die hermetische Welt der späten
Beethovensonaten versenkt, verstrickt sich Eva in der Nohlenschen
Wohnung, die für sie und ihren Ehemann mehr und mehr zum Gefängnis
wird, in die verwirrenden Gefühle für ihren »Retter«.
Die tragischen Ereignisse des Frühjahrs 1945 bleiben sechzig Jahre lang verborgen, bis Gero von Nohlens Enkel bei Recherchen zur Lebensgeschichte seines - nach dem Krieg mit Ämtern und Auszeichnungen honorierten - Großvaters die Vergangenheit zum Leben erweckt und die Lebenslüge einer ganzen Familie entlarvt …
Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, die geschickt durch Großvater und Enkel und zwei ungleiche Geschwisterpaare verknüpft werden. Zum einen ist er in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt, wo Gero von Nohlen zunehmend stärker in ein Geflecht aus Geschäften mit jüdischen Häusern, Taktieren mit SS-Schergen und Rettungstaten für Verfolgte gerät - zum anderen spielt er in der Gegenwart, wo sich sein gleichnamiger Enkel auf eine Spurensuche begibt - auf die Fährten eines Großvaters, der für die Konstanzer Bevölkerung ein Held ist: Ein Judenretter, zu dessen Ehren in der Allee der Gerechten von Yad Vashem sogar ein Baum gepflanzt wurde. Aber schon früh spürt der Enkel, dass diese Heldengeschichte mehr als brüchig ist …
Die tragischen Ereignisse des Frühjahrs 1945 bleiben sechzig Jahre lang verborgen, bis Gero von Nohlens Enkel bei Recherchen zur Lebensgeschichte seines - nach dem Krieg mit Ämtern und Auszeichnungen honorierten - Großvaters die Vergangenheit zum Leben erweckt und die Lebenslüge einer ganzen Familie entlarvt …
Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, die geschickt durch Großvater und Enkel und zwei ungleiche Geschwisterpaare verknüpft werden. Zum einen ist er in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt, wo Gero von Nohlen zunehmend stärker in ein Geflecht aus Geschäften mit jüdischen Häusern, Taktieren mit SS-Schergen und Rettungstaten für Verfolgte gerät - zum anderen spielt er in der Gegenwart, wo sich sein gleichnamiger Enkel auf eine Spurensuche begibt - auf die Fährten eines Großvaters, der für die Konstanzer Bevölkerung ein Held ist: Ein Judenretter, zu dessen Ehren in der Allee der Gerechten von Yad Vashem sogar ein Baum gepflanzt wurde. Aber schon früh spürt der Enkel, dass diese Heldengeschichte mehr als brüchig ist …
DIE
MEINUNG
DER
JURY: Marc Buhl hat seinem Roman ein Zitat von
William Faulkner vorangestellt, das der rote Faden ist, der durch die
Handlung führt: »Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht
einmal vergangen.« Dass in diesen beiden Sätzen mehr als ein Körnchen
Wahrheit steckt, spürt nicht nur Gero von Nohlens Enkel.
»Das Billardzimmer« ist eine erschütternde Geschichte, die so vorsichtig freigelegt und restauriert wird wie ein Fundstück aus einer antiken Ausgrabungsstelle. Im ruhigen Fluss, ohne Effekthascherei, mit einer schnörkellos eindringlichen Sprache wird die Geschichte wie ein Puzzle zusammengesetzt - und bildet auf diese Weise Baustein für Baustein die Charaktere der Protagonisten ab.
Marc Buhl ist es perfekt gelungen, die verschiedenen Denk- und Handlungsweisen seiner Protagonisten mittels Sprache und Stil deutlich voneinander zu unterscheiden.
Das Thema ist nicht neu, aber die Art wie Marc Buhl es anfasst, ist ungewöhnlich. An keiner Stelle greift das Täter-Opfer-Klischee - und schlussendlich überlässt der Autor seinem Leser die Entscheidung darüber, wie er Gero von Nohlens und Eva Spieglers Verhalten bewerten möchte.
Der Roman bildet ein Stück - nein, zwei Stücke - Zeitgeschichte ab: Er ist atmosphärisch, spannend, berührend und oftmals auch verstörend. Es ist ein Roman, den man nach der Lektüre nicht einfach weglegt und vergisst. »Das Billardzimmer« ist ein Buch, das Spuren hinterlässt!
»Das Billardzimmer« ist eine erschütternde Geschichte, die so vorsichtig freigelegt und restauriert wird wie ein Fundstück aus einer antiken Ausgrabungsstelle. Im ruhigen Fluss, ohne Effekthascherei, mit einer schnörkellos eindringlichen Sprache wird die Geschichte wie ein Puzzle zusammengesetzt - und bildet auf diese Weise Baustein für Baustein die Charaktere der Protagonisten ab.
Marc Buhl ist es perfekt gelungen, die verschiedenen Denk- und Handlungsweisen seiner Protagonisten mittels Sprache und Stil deutlich voneinander zu unterscheiden.
Das Thema ist nicht neu, aber die Art wie Marc Buhl es anfasst, ist ungewöhnlich. An keiner Stelle greift das Täter-Opfer-Klischee - und schlussendlich überlässt der Autor seinem Leser die Entscheidung darüber, wie er Gero von Nohlens und Eva Spieglers Verhalten bewerten möchte.
Der Roman bildet ein Stück - nein, zwei Stücke - Zeitgeschichte ab: Er ist atmosphärisch, spannend, berührend und oftmals auch verstörend. Es ist ein Roman, den man nach der Lektüre nicht einfach weglegt und vergisst. »Das Billardzimmer« ist ein Buch, das Spuren hinterlässt!
Platz 3
![]() |
Sabrina Capitani »Das Buch der Gifte« Piper-Verlag |
DAS
BUCH: Nach dem Tod ihres Mannes muss Christine de Pizan lernen,
sich zu behaupten: gegen die Frauenfeindlichkeit der Kirche, gegen
betrügerische Anwälte - und auch gegen brutale Verehrer.
Zunächst versucht sie, den Lebensunterhalt für ihre Familie durch Kopierarbeiten zu verdienen. Daneben arbeitet sie zunehmend häufiger an eigenen Schriften.
Unterstützt wird Christine von dem Franziskanermönch Thomas, einem begabten Illustrator. Der junge Mönch bleibt zunächst eine rätselhafte Figur, die ganz offensichtlich etwas verbirgt. Gemeinsam mit Thomas gelingt es Christine, einen rätselhaften Todesfall aufzuklären, der auf verschlungenen Wegen auch die Vergangenheit des Franziskanermönchs offenbart.
DIE MEINUNG DER JURY: Die Geschichte, die Sabrina Capitani um die historisch verbürgte Christine de Pizan (1364 bis 1430) strickt, ist interessant und glaubwürdig. Die gebürtige Venezianerin war das, was wir heute »eine starke Frau« zu nennen pflegen - und sie war eine der ersten Frauen, von denen überliefert ist, dass sie mit dem Schreiben Geld verdient haben.
Im 21. Jahrhundert nimmt die Autorin ihre Leser mit ins mittelalterliche Paris, lässt sie mitfühlen und mitleiden, wenn Christine stundenlang vor irgendwelchen Büros warten muss, um das ihr zustehende Geld zu bekommen; wenn Gläubiger ihr das Leben schwer machen oder wenn die zänkische Berthe aus dem Nachbarhaus eine ihrer messerscharfen Bosheiten von sich gibt.
Eine von Sabrina Capitanis großen Stärken liegt darin, dass sie sich in das Leben und Denken ihrer Figuren so sehr hineingefühlt hat, dass diese innere Nähe auch für den Leser spürbar ist.
Die erfundene Liebesgeschichte zwischen Christine und dem Mönch Thomas fügt sich in allen Bereichen nahtlos in die Handlung ein, so dass für den Leser kein Übergang zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu bemerken ist.
Gut gefallen hat den Jurys auch die in historischen Romanen eher unübliche Ich-Perspektive. Am Rande positiv zu bemerken, ist auch, dass »Das Buch der Gifte« nicht nur einen schönen - für einen Roman dieses Genres ungewöhnlichen - Titel hat, es ist ein atmosphärisch dichter, abwechslungsreicher Roman, der durch einen sehr gut lesbaren Stil und die geglückte Kombination von historischen Fakten und dichterischer Phantasie besticht. Der Roman ist unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich. Auch die sich allmählich entwickelnde Liebesbeziehung zwischen Christine und Thomas ist mitnichten eine »Dornenvögelstory«, sondern eine perfekt integrierte mit realistischem Nicht-Happyend versehene Geschichte, die den Leser jedoch keineswegs unglücklich zurücklässt.
Zunächst versucht sie, den Lebensunterhalt für ihre Familie durch Kopierarbeiten zu verdienen. Daneben arbeitet sie zunehmend häufiger an eigenen Schriften.
Unterstützt wird Christine von dem Franziskanermönch Thomas, einem begabten Illustrator. Der junge Mönch bleibt zunächst eine rätselhafte Figur, die ganz offensichtlich etwas verbirgt. Gemeinsam mit Thomas gelingt es Christine, einen rätselhaften Todesfall aufzuklären, der auf verschlungenen Wegen auch die Vergangenheit des Franziskanermönchs offenbart.
DIE MEINUNG DER JURY: Die Geschichte, die Sabrina Capitani um die historisch verbürgte Christine de Pizan (1364 bis 1430) strickt, ist interessant und glaubwürdig. Die gebürtige Venezianerin war das, was wir heute »eine starke Frau« zu nennen pflegen - und sie war eine der ersten Frauen, von denen überliefert ist, dass sie mit dem Schreiben Geld verdient haben.
Im 21. Jahrhundert nimmt die Autorin ihre Leser mit ins mittelalterliche Paris, lässt sie mitfühlen und mitleiden, wenn Christine stundenlang vor irgendwelchen Büros warten muss, um das ihr zustehende Geld zu bekommen; wenn Gläubiger ihr das Leben schwer machen oder wenn die zänkische Berthe aus dem Nachbarhaus eine ihrer messerscharfen Bosheiten von sich gibt.
Eine von Sabrina Capitanis großen Stärken liegt darin, dass sie sich in das Leben und Denken ihrer Figuren so sehr hineingefühlt hat, dass diese innere Nähe auch für den Leser spürbar ist.
Die erfundene Liebesgeschichte zwischen Christine und dem Mönch Thomas fügt sich in allen Bereichen nahtlos in die Handlung ein, so dass für den Leser kein Übergang zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu bemerken ist.
Gut gefallen hat den Jurys auch die in historischen Romanen eher unübliche Ich-Perspektive. Am Rande positiv zu bemerken, ist auch, dass »Das Buch der Gifte« nicht nur einen schönen - für einen Roman dieses Genres ungewöhnlichen - Titel hat, es ist ein atmosphärisch dichter, abwechslungsreicher Roman, der durch einen sehr gut lesbaren Stil und die geglückte Kombination von historischen Fakten und dichterischer Phantasie besticht. Der Roman ist unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich. Auch die sich allmählich entwickelnde Liebesbeziehung zwischen Christine und Thomas ist mitnichten eine »Dornenvögelstory«, sondern eine perfekt integrierte mit realistischem Nicht-Happyend versehene Geschichte, die den Leser jedoch keineswegs unglücklich zurücklässt.

Finalteilnehmer
Marc Buhl »Das Billardzimmer« ![]() Eichborn ISBN: 3-8218-5781-1 |
Anne Hertz »Wunderkerzen« ![]() Knaur ISBN: 3-426-62977-1 |
Gernot Gricksch »Freilaufende Männer« ![]() Knaur ISBN: 3-426-63213-6 |
Sabrina Capitani »Das Buch der Gifte« ![]() Piper ISBN: 3-492-24781-4 |
Kriss Rudolph »Unsterblich kopiert« ![]() Fischer ISBN: 3-596-17185-7 |
Antje Babendererde »Libellensommer« ![]() Arena ISBN: 3-401-05881-9 |
Hilke Rosenboom
»Das falsche Herz des Meeres« ![]() cbj-Verlag ISBN: 3-570-12964-0 |
Petra Last
»Wie der Himmel auf Erden« ![]() Club Premiere Buch-Nr.: 82719-6 |
































