Der Job ist futsch, der
Lebensgefährte hat seine neue Flamme in der gemeinsamen Wohnung auf dem
Teppich vernascht - und sich dabei erwischen lassen. So etwas haut die
stärkste Frau um! Kurz vor ihrem 40. Geburtstag beschließt Gundi
gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marlen: Ein radikaler Neubeginn
muss her! So zieht die Münchnerin fröhlich hinaus in die Welt und
landet auf Teneriffa - und direkt in den Armen des englischen
Rockmusikers Steven. Eine heiße Nacht, die ausgerechnet am Fuße eines
Leuchtturms beginnt, verführt beide zu wahren erotischen Höhenflügen.
Aber auch solche enden irgendwann mit einer Landung. Und dann ist guter
Rat teuer! Es sei denn, die Liebe redet ein Wörtchen mit …
Gundi entwickelt eine dunkle Vorahnung …
Ich ließ die Aufzeichnungen Elsas sinken.
Mein heiliger Schutzengel Leo, das war wirklich der Hammer! Meine Freundin Elsa hatte Teneriffa als Exil gewählt. Ein Exil, um vor der Liebe zu flüchten. Wenn es auch eine Flucht aus durchaus edlen Motiven war - um Alain zu ermöglichen, Pauline beizustehen -, eine Flucht war es dennoch. Auch vor den eigenen Gefühlen.
Gundi hätte sich keine Sorgen zu machen brauchen: Dies war ganz und gar nicht die Sorte von Story, nach der es Marlen im fernen Hamburg derzeit zumindest gelüstete!
Dies hier war das wirkliche, ungeschminkte Leben. Hier fehlte ganz eindeutig das verdammte Happy-End.
Arme Elsa!, dachte ich gerade noch voller Mitgefühl, als mein Handy losjodelte.
»Nummer unbekannt« erschien auf dem Display. Ich nahm das Gespräch trotzdem an.
»Hallo?«
»Gundi? Ich bin es«, sagte Stevens Stimme, die seltsam schläfrig klang.
Es musste in Las Vegas jetzt früher Abend sein oder später Nachmittag. Denn auf Teneriffa war es beinahe Mitternacht, wie Gundi rasch im Kopf überschlug.
»Ich bin gerade aus einem Nickerchen aufgewacht.« Er klang immer noch, als hätte er einen Bettdeckenzipfel im Mund, mein Troubadour …
»Steven.«
Leider muss an dieser Stelle gesagt werden, dass Gundis Stimme auch nicht viel besser klang. So in Richtung »liebeskranke Katze bei Vollmond« - Sie wissen schon.
Steven seufzte am anderen Ende.
»Du fehlst mir so, Süße. Ich hatte eben noch einen schrecklichen Traum. Wir lagen beide in einem Fischerboot, das in einer Bucht unter dem Mondlicht schaukelte. Du warst nackt, aber ich kam nicht aus meiner verdammten engen und nassen Jeans raus. Partout nicht. Das Ding klebte an mir wie eine zweite Haut. Ich nestelte und nestelte. Umsonst. Währenddessen hast du dich quasi unter meinen Augen in Nebel aufgelöst. Als ich endlich die Jeans losgeworden war, warst du nicht mehr da. Und ich bin schweißgebadet aufgewacht. Allein in meinem Bett hier in Las Vegas, Tausende Meilen von Teneriffa und von dir entfernt.«
»Oh Steven, das tut mir Leid«, seufzte ich. Wobei ich inbrünstig hoffte, mein Gurren möge wie das eines verliebten Täubchens klingen.
Ich wollte ihn allein mit dem Klang meiner Stimme bereits erregen! So sehr, dass er sich nur eines wünschte: nämlich hier bei mir zu sein. Wo er hingehörte, von Rechts wegen.
Dabei hätte ich allerdings am liebsten auch ein bisschen gezetert: Es ist doch alles deine Schuld! Du bist gegangen und hast mich hier allein zurückgelassen. Was glaubst du denn, wie ich mich fühle dabei? Verdammt noch mal eins, Mann!
Aber natürlich tat ich es nicht. Ich beherrschte meine Emotionen und ließ mich nicht von ihnen beherrschen. Zumindest bildete ich es mir ein. Elsa wäre stolz auf mich gewesen, hätte sie dies hier live miterleben können …
Außerdem freute ich mich auch viel zu sehr über den Anruf meines Troubadours. Bis jetzt hatten wir ja immer nur per Mail verkehrt.
Seine warme Samtstimme so dicht an meiner Ohrmuschel löste prompt gewisse Erinnerungen aus - ich sage nur Leuchtturm!, - und nicht nur das. Mein Körper jedenfalls reagierte immer noch unmissverständlich auf Steven. Irrtum ausgeschlossen.
»Bist du jetzt feucht?«, fragte er.
Hatte er etwa meine Gedanken gelesen eben?!
»Wie? Oh … ich weiß nicht!«
»Sieh nach, Gundi, bitte. Und sag es mir.«
»Wie … nachsehen?«
»Fühl es, Süße. Mit deinen Fingern. Oder bist du etwa nicht im Bett? Oder nicht alleine? Ich will nicht stören …«
»Dummer Kerl. Ich bin im Bett, und ich bin alleine. Und ja, ich bin tatsächlich feucht.«
»Du liebst mich also noch?«
»Was glaubst du denn?«
»Nun, ich weiß nicht. Immerhin bist du bei mir ausgezogen, soviel ich weiß …« - Pause.
Bedeutungsschwangere Pause auf beiden Seiten des Atlantiks!
Ob Gundis einst am Leuchtturm von Los Christianos verloren gegangener Seidenslip jetzt irgendwo dazwischen auf den Wellen hüpfte? Auf seinem Weg von hier nach da?
»Bist du bereit, Gundi?«, fragte Steven schließlich.
»Wenn du mir sagst, wozu …«
»Eine Runde heißer Telefon-Sex. Bis die Leitung Feuer fängt.«
»Verrückter Hund!«
»Ja oder nein?«
»Okay, aber …«
»Kein Aber, Süße. Wo sind deine Finger jetzt?«
Ich kicherte verschämt.
Gundi ging es fast wie Elsa einst! 40 Jahre alt - und noch nie wirklich Telefon-Sex gehabt! Na ja, ein bisschen vielleicht.
Doch, doch, das ist möglich!!! Ein bisschen schwanger ist nicht möglich, aber ein bisschen Telefon- Sex haben schon, glauben Sie mir!
»Sag mir, wo deine Finger sind«, forderte Steven heiser.
»Weißt du doch, Dudu!«
Aber so leicht ließ er mir das nicht durchgehen. Er wollte es ganz genau wissen.
Also sagte ich es ihm.
Er fing zu stöhnen an. »Rate, was ich gerade mit meinem Dudu-Freund mache!«
Mir wurde heiß unter meiner dünnen Decke, deshalb strampelte ich mich rasch frei.
Durchs Telefon kam ein leise schmatzendes Geräusch.
Ich kicherte verschämt, dann nahm ich mich zusammen und flüsterte: »Ich beuge mich über dich und nehme ihn in den Mund. Meine Zunge beginnt zu lecken und ich …«
Gerade als ich kühner zu werden begann in meiner Wortwahl, hämmerte jemand drüben in Las Vegas an Stevens Zimmertür.
»Steven? Wach auf. Es ist Zeit! Steh auf, du Faulpelz. Sonst mache ich dir Beine!«, hörte ich eine Frauenstimme rufen.
Es war ziemlich deutlich zu hören. Jedes einzelne Wort. Die Frauenstimme klang jung und übermütig und hatte einen französischen Akzent.
Verdammt sexy Klangkulisse da im Hintergrund, wenn Sie es ganz genau wissen wollen! - Gundi fragte sich unwillkürlich beim Zuhören, in welchem Schwachsinnsfilm sie dieses Mal gelandet war.
Im Nu schien mein Troubadour hellwach und wieder Herr seiner Sinne zu sein.
»Oh … äh, hallo Gundi? Du, ich muss los, es tut mir Leid, Kleines. Die Arbeit ruft. Wir brauchen noch eine Probe vor dem heutigen Auftritt. Sei schön brav, okay?«
Dann hörte ich nur noch ein aufdringliches Tuten im Handy. Steven hatte aufgelegt
* * * * *
In dieser Nacht schlief Gundi keine einzige Minute! - So weit zum Thema »die eigenen Emotionen im Griff haben« …
Ich konnte einfach nicht an gegen eine gewisse dunkle Vorahnung! Sie wissen ja, ich und meine innere Stimme.
Chantal? Michelle?
Welche von beiden war es gewesen?
Welcher hatte Steven die Tür geöffnet … welche hatte den Ständer zu sehen bekommen, den Gundi ihm eben noch beschert hatte?
Welches der beiden französischen Weibsbilder war - Himmelarsch - in diesen und eventuell andere Genüsse gekommen?!!
Klar war es paranoid, so zu denken! Glauben Sie wirklich, ich weiß das nicht selbst?
Aber - Hand aufs Herz: Wäre es Ihnen an meiner Stelle denn wirklich anders ergangen?
Ich fürchte, ich muss gestehen, dass Gundi höchst unfröhlich den Mond über Teneriffa anheulte in dieser Nacht …
LESEPROBE
Gundi entwickelt eine dunkle Vorahnung …
Ich ließ die Aufzeichnungen Elsas sinken.
Mein heiliger Schutzengel Leo, das war wirklich der Hammer! Meine Freundin Elsa hatte Teneriffa als Exil gewählt. Ein Exil, um vor der Liebe zu flüchten. Wenn es auch eine Flucht aus durchaus edlen Motiven war - um Alain zu ermöglichen, Pauline beizustehen -, eine Flucht war es dennoch. Auch vor den eigenen Gefühlen.
Gundi hätte sich keine Sorgen zu machen brauchen: Dies war ganz und gar nicht die Sorte von Story, nach der es Marlen im fernen Hamburg derzeit zumindest gelüstete!
Dies hier war das wirkliche, ungeschminkte Leben. Hier fehlte ganz eindeutig das verdammte Happy-End.
Arme Elsa!, dachte ich gerade noch voller Mitgefühl, als mein Handy losjodelte.
»Nummer unbekannt« erschien auf dem Display. Ich nahm das Gespräch trotzdem an.
»Hallo?«
»Gundi? Ich bin es«, sagte Stevens Stimme, die seltsam schläfrig klang.
Es musste in Las Vegas jetzt früher Abend sein oder später Nachmittag. Denn auf Teneriffa war es beinahe Mitternacht, wie Gundi rasch im Kopf überschlug.
»Ich bin gerade aus einem Nickerchen aufgewacht.« Er klang immer noch, als hätte er einen Bettdeckenzipfel im Mund, mein Troubadour …
»Steven.«
Leider muss an dieser Stelle gesagt werden, dass Gundis Stimme auch nicht viel besser klang. So in Richtung »liebeskranke Katze bei Vollmond« - Sie wissen schon.
Steven seufzte am anderen Ende.
»Du fehlst mir so, Süße. Ich hatte eben noch einen schrecklichen Traum. Wir lagen beide in einem Fischerboot, das in einer Bucht unter dem Mondlicht schaukelte. Du warst nackt, aber ich kam nicht aus meiner verdammten engen und nassen Jeans raus. Partout nicht. Das Ding klebte an mir wie eine zweite Haut. Ich nestelte und nestelte. Umsonst. Währenddessen hast du dich quasi unter meinen Augen in Nebel aufgelöst. Als ich endlich die Jeans losgeworden war, warst du nicht mehr da. Und ich bin schweißgebadet aufgewacht. Allein in meinem Bett hier in Las Vegas, Tausende Meilen von Teneriffa und von dir entfernt.«
»Oh Steven, das tut mir Leid«, seufzte ich. Wobei ich inbrünstig hoffte, mein Gurren möge wie das eines verliebten Täubchens klingen.
Ich wollte ihn allein mit dem Klang meiner Stimme bereits erregen! So sehr, dass er sich nur eines wünschte: nämlich hier bei mir zu sein. Wo er hingehörte, von Rechts wegen.
Dabei hätte ich allerdings am liebsten auch ein bisschen gezetert: Es ist doch alles deine Schuld! Du bist gegangen und hast mich hier allein zurückgelassen. Was glaubst du denn, wie ich mich fühle dabei? Verdammt noch mal eins, Mann!
Aber natürlich tat ich es nicht. Ich beherrschte meine Emotionen und ließ mich nicht von ihnen beherrschen. Zumindest bildete ich es mir ein. Elsa wäre stolz auf mich gewesen, hätte sie dies hier live miterleben können …
Außerdem freute ich mich auch viel zu sehr über den Anruf meines Troubadours. Bis jetzt hatten wir ja immer nur per Mail verkehrt.
Seine warme Samtstimme so dicht an meiner Ohrmuschel löste prompt gewisse Erinnerungen aus - ich sage nur Leuchtturm!, - und nicht nur das. Mein Körper jedenfalls reagierte immer noch unmissverständlich auf Steven. Irrtum ausgeschlossen.
»Bist du jetzt feucht?«, fragte er.
Hatte er etwa meine Gedanken gelesen eben?!
»Wie? Oh … ich weiß nicht!«
»Sieh nach, Gundi, bitte. Und sag es mir.«
»Wie … nachsehen?«
»Fühl es, Süße. Mit deinen Fingern. Oder bist du etwa nicht im Bett? Oder nicht alleine? Ich will nicht stören …«
»Dummer Kerl. Ich bin im Bett, und ich bin alleine. Und ja, ich bin tatsächlich feucht.«
»Du liebst mich also noch?«
»Was glaubst du denn?«
»Nun, ich weiß nicht. Immerhin bist du bei mir ausgezogen, soviel ich weiß …« - Pause.
Bedeutungsschwangere Pause auf beiden Seiten des Atlantiks!
Ob Gundis einst am Leuchtturm von Los Christianos verloren gegangener Seidenslip jetzt irgendwo dazwischen auf den Wellen hüpfte? Auf seinem Weg von hier nach da?
»Bist du bereit, Gundi?«, fragte Steven schließlich.
»Wenn du mir sagst, wozu …«
»Eine Runde heißer Telefon-Sex. Bis die Leitung Feuer fängt.«
»Verrückter Hund!«
»Ja oder nein?«
»Okay, aber …«
»Kein Aber, Süße. Wo sind deine Finger jetzt?«
Ich kicherte verschämt.
Gundi ging es fast wie Elsa einst! 40 Jahre alt - und noch nie wirklich Telefon-Sex gehabt! Na ja, ein bisschen vielleicht.
Doch, doch, das ist möglich!!! Ein bisschen schwanger ist nicht möglich, aber ein bisschen Telefon- Sex haben schon, glauben Sie mir!
»Sag mir, wo deine Finger sind«, forderte Steven heiser.
»Weißt du doch, Dudu!«
Aber so leicht ließ er mir das nicht durchgehen. Er wollte es ganz genau wissen.
Also sagte ich es ihm.
Er fing zu stöhnen an. »Rate, was ich gerade mit meinem Dudu-Freund mache!«
Mir wurde heiß unter meiner dünnen Decke, deshalb strampelte ich mich rasch frei.
Durchs Telefon kam ein leise schmatzendes Geräusch.
Ich kicherte verschämt, dann nahm ich mich zusammen und flüsterte: »Ich beuge mich über dich und nehme ihn in den Mund. Meine Zunge beginnt zu lecken und ich …«
Gerade als ich kühner zu werden begann in meiner Wortwahl, hämmerte jemand drüben in Las Vegas an Stevens Zimmertür.
»Steven? Wach auf. Es ist Zeit! Steh auf, du Faulpelz. Sonst mache ich dir Beine!«, hörte ich eine Frauenstimme rufen.
Es war ziemlich deutlich zu hören. Jedes einzelne Wort. Die Frauenstimme klang jung und übermütig und hatte einen französischen Akzent.
Verdammt sexy Klangkulisse da im Hintergrund, wenn Sie es ganz genau wissen wollen! - Gundi fragte sich unwillkürlich beim Zuhören, in welchem Schwachsinnsfilm sie dieses Mal gelandet war.
Im Nu schien mein Troubadour hellwach und wieder Herr seiner Sinne zu sein.
»Oh … äh, hallo Gundi? Du, ich muss los, es tut mir Leid, Kleines. Die Arbeit ruft. Wir brauchen noch eine Probe vor dem heutigen Auftritt. Sei schön brav, okay?«
Dann hörte ich nur noch ein aufdringliches Tuten im Handy. Steven hatte aufgelegt
* * * * *
In dieser Nacht schlief Gundi keine einzige Minute! - So weit zum Thema »die eigenen Emotionen im Griff haben« …
Ich konnte einfach nicht an gegen eine gewisse dunkle Vorahnung! Sie wissen ja, ich und meine innere Stimme.
Chantal? Michelle?
Welche von beiden war es gewesen?
Welcher hatte Steven die Tür geöffnet … welche hatte den Ständer zu sehen bekommen, den Gundi ihm eben noch beschert hatte?
Welches der beiden französischen Weibsbilder war - Himmelarsch - in diesen und eventuell andere Genüsse gekommen?!!
Klar war es paranoid, so zu denken! Glauben Sie wirklich, ich weiß das nicht selbst?
Aber - Hand aufs Herz: Wäre es Ihnen an meiner Stelle denn wirklich anders ergangen?
Ich fürchte, ich muss gestehen, dass Gundi höchst unfröhlich den Mond über Teneriffa anheulte in dieser Nacht …



