Als die allein erziehende Kölner
Hauptkommissarin Hanna Winter aus dem Urlaub zurückkommt, erwartet sie
ein Fall, der ihr besonders unter die Haut geht. Im Kölner Nobelviertel
Marienburg ist ein bekannter Professor ums Leben gekommen und Hanna
fühlt sich im Zuge der Ermittlungen plötzlich in die Vergangenheit
zurückversetzt.
Gut, dass es Michael Sander, den neuen Mann in Hannas Leben gibt …
Hanna Winter, Hauptkommissarin bei der Kripo Köln und allein erziehende Mutter, ermittelt im Mord an Professor Sondheim. Das ist nicht nur kriminalistisch eine harte Nuss, da Hanna auch gegen Schatten aus ihrer Vergangenheit kämpfen muss. Aber glücklicherweise muss sie das nicht mehr allein: Michael Sander, der neue Mann in ihrem Leben hilft die Schatten zu verscheuchen.
Die Hanna-Winter-Krimis von Christa Leinweber zeigen nicht nur die Hauptkommissarin und ihre kriminalistische Arbeit, sondern auch eine Frau, die allein vor der Problematik eines pubertierenden Sohn steht, einen neuen Mann an ihrer Seite findet und Konflikte mit ihren Eltern hat. Also einen Blick auf eine interessante Frau mit vielen Fassetten.
Am nächsten Morgen wurde Hanna auf dem Flur, der zu ihrem Büro führte, von ihrem Chef, Kriminalrat Dr. Wunderlich, aufgehalten.
»Verzeihen Sie, Frau Winter, auf ein Wort«, der große, hagere Mann, der bei den Kollegen wegen seines unerbittlichen Verhaltens gefürchtet war, sprach Hanna freundlich, aber bestimmt an.
»Sie ermitteln doch in der Sache Sondheim. Ich weiß, dass ich ausgerechnet Ihnen nicht ans Herz legen muss, besonders sensibel in der Sache vorzugehen, aber ich bitte Sie hiermit in aller Form noch einmal ausdrücklich darum.« Dr. Wunderlich machte eine kurze Pause und wirkte einen Moment lang gar nicht mehr so überaus selbstsicher wie sonst, als er fortfuhr: »Professor Sondheim war eine einflussreiche Persönlichkeit, die in der Öffentlichkeit sehr angesehen war. Außerdem haben wir zusammen Golf gespielt. Sorgen Sie dafür, dass seine Person nicht in den Schmutz gezogen wird.«
Hanna sah ihrem Chef gerade in die Augen. »Die Ermittlungen werden zeigen, welche Persönlichkeit sich hinter dem Toten verbirgt. Herr Keller und ich werden in jedem Fall versuchen, die Wahrheit herauszufinden. Und um das zu erreichen, werden wir nichts unversucht lassen. Entschuldigen Sie, Herr Dr. Wunderlich, die Familie des Professors wird gleich zur Anhörung da sein.« Die Kommissarin nickte ihrem Chef noch einmal zu und setzte schnellen Schrittes ihren Weg fort.
Wenig später klopfte es und auf Hannas »Herein«, betrat die Familie des Professors das Büro. Hanna erhob sich, um Frau Sondheim und ihre Kinder zu begrüßen und bat sie Platz zu nehmen. Bernd kam ebenfalls hinzu und stellte sich, aus Mangel an weiteren Sitzmöglichkeiten, mit verschränkten Armen vor das Fenster.
Hanna war beeindruckt. Die Harmonie, die zwischen den drei Menschen, die vor ihr saßen, herrschte, war fast greifbar, auch ohne, dass diese bis jetzt ein weiteres Wort gesprochen hatten. Johannes, der hoch aufgeschossene, blonde Sohn, aus dessen Gesicht die Sensibilität sprach, machte, wie seine zwei Jahre jüngere, dunkelhaarige und ein wenig zerbrechlich wirkende Schwester, einen in sich ruhenden und überaus erwachsenen Eindruck.
Mit ihren Antworten auf Hannas Frage nach dem Einbruch und dem Verschwinden des Vaters, bestätigten sie in allen Punkten die Aussage der Mutter, die sie bei Hannas und Bernds Besuch in der Villa gemacht hatte. Johannes war der Wortführer und es schien Hanna, als sei er unmerklich in die Rolle des Familienoberhauptes geschlüpft, der Mutter und Schwester vor weiteren Aufregungen bewahren wollte. Um die beiden jungen Sondheims ein wenig aus der Reserve zu locken, schnitt Hanna einer Eingebung folgend ein anderes Thema an.
»Rebecca, erzählen Sie mir doch etwas über Ihre Kindheit. Wie war das bei Ihnen zu Hause? Waren Sie glücklich?«
Das junge Mädchen sah die Kommissarin unsicher an. »Äh, ich verstehe nicht. Sie wollen wirklich etwas über meine Kindheit wissen?« Hanna nickte.
»Ja, ich würde sagen, sie war eigentlich ganz normal. Mein Bruder und ich haben uns immer schon gut verstanden, na ja, das ist schon etwas Besonders, wenn ich so an ein paar Klassenkameradinnen denke, die ältere Brüder haben. Bei uns war immer etwas los. Ich durfte meine Freundinnen einladen, wir haben tolle Geburtstage gefeiert. Und ich war auch, als ich klein war, nicht allein. Mutter war immer da«, sie bedachte Barbara Sondheim mit einem zärtlichen Blick, der von der Mutter erwidert wurde. »Doch, unsere Kindheit war o.k.« Johannes hielt bei den Worten seiner Schwester den Kopf gesenkt und starrte auf den Boden, dann hob er ihn abrupt wieder und schaute Hanna lächelnd an.
»Und welche Rolle hat Ihr Vater in Ihrer Kindheit gespielt?« Die Frage traf den jungen Mann so unerwartet, dass er eine Sekunde brauchte, um das Lächeln, das unter Hannas Einwurf für einen Moment aus seinem Gesicht gewichen war, wieder hervorzuzaubern.
»Na ja«, Johannes überlegte, »wissen Sie, mein Vater hat damals sehr an seiner Karriere gearbeitet, soweit ich mich erinnern kann, war er eigentlich nur am Wochenende richtig da.«
»Und dann? Freute er sich auf seine Familie? Hat er am Wochenende viel mit Ihnen unternommen?«
Johannes räusperte sich, bevor er ein wenig zögerlich antwortete: »Ja, schon. Wenn er sich nicht so viel Arbeit von der Uni mit nach Hause genommen hatte, haben wir viel unternommen. Wir sind gewandert, oder haben Radtouren gemacht. Weißt du noch Rebecca, wie du einmal schlapp gemacht hast, als wir mit den Rädern unterwegs waren?«, Johannes verstummte unter dem flehenden Blick seiner Schwester. Hanna beugte sich interessiert vor.
»Ja, erzählen Sie weiter.«
»Ach, da war nichts weiter …«
»Ja, wissen Sie, mein Mann liebte es, lange Touren mit dem Rad zu machen«, schaltete die Mutter sich ein. »Wir liebten das alle. Und er war ja auch an den Wochentagen oft an seinen Schreibtisch gekettet, dass er es am Wochenende genoss, in der freien Natur unterwegs zu sein. Natürlich erinnert sich Johannes an dieses außergewöhnliche Ereignis, weil es sich von den andern abhob. Rebecca hatte damals zum ersten Mal ihre Regel bekommen, und wie Sie sicher auch wissen, ist der Körper dann nicht so belastbar wie sonst. Na ja, unsere Tour endete jedenfalls damit, dass Rebecca nach ihrem Zusammenbruch ins Krankenhaus gebracht wurde, weil sie nicht früh genug zugegeben hatte, dass sie nicht mehr weiterfahren konnte. Gott sei Dank war das Forsthaus in der Nähe, so dass Johannes von dort aus den Krankenwagen rufen konnte«, Frau Sondheim griff nach Rebeccas Hand.
»Und Sie, Rebecca«, warf Hanna ein, »warum haben Sie damals nicht rechtzeitig Bescheid gesagt, dass Sie nicht mehr weiterfahren konnten?«
»Sagen Sie bitte ’Du’, das ’Sie’ ist noch sehr ungewohnt für mich. Na ja, ich wollte nicht zugeben, dass ich eigentlich nicht mehr konnte. Irgendwie war mir das peinlich, und ich dachte auch, dass ich die restliche Strecke locker schaffe.«
Nachdem Hanna weitere Fragen gestellt hatte und die Sondheims gegangen waren, wandte sie sich an ihren Kollegen.
»Wie ist dein Eindruck?«, fragte Hanna nachdenklich, »glaubst du, dass die Sondheims eine glückliche Familie waren?» Bernd zögerte mit der Antwort und fuhr sich mit der Hand durch sein schütter werdendes, braunes Haar.
»Mhm …, ich weiß nicht. Eigentlich machen die Mutter und ihre Kinder einen ehrlichen Eindruck auf mich. Ich meine, das hat ja jeder von uns eigentlich schon mal erlebt, dass er beim Wandern, Schwimmen oder beim Hallensport plötzlich nicht mehr konnte. Ich nehme an, du wolltest mit deiner Frage darauf hinaus?», er sah Hanna fragend an.
»Ja«, Hanna nickte, »bei mir ist das auch nur so ein Gefühl, dass da irgendetwas nicht stimmt. Gut, dass was die Kinder da geschildert haben, oder auch Frau Sondheim, kommt in fast allen Familien vor, in denen ein Elternteil Karriere macht. Derjenige ist halt oft nicht zu Hause. Ich bin es ja auch nicht. Und wie du schon sagst, dass mit dieser Fahrradtour ist so ungewöhnlich auch nicht. Aber trotzdem …«, sie starrte Bernd nachdenklich an. Dann schlug sie entschlossen mit beiden Händen auf die Schreibtischplatte und stand auf.
»Komm, wie machen jetzt erst einmal eine Pause. Ich hole uns Kaffee aus dem Automaten. Hoffentlich tut der es wieder.«
Gut, dass es Michael Sander, den neuen Mann in Hannas Leben gibt …
Hanna Winter, Hauptkommissarin bei der Kripo Köln und allein erziehende Mutter, ermittelt im Mord an Professor Sondheim. Das ist nicht nur kriminalistisch eine harte Nuss, da Hanna auch gegen Schatten aus ihrer Vergangenheit kämpfen muss. Aber glücklicherweise muss sie das nicht mehr allein: Michael Sander, der neue Mann in ihrem Leben hilft die Schatten zu verscheuchen.
Die Hanna-Winter-Krimis von Christa Leinweber zeigen nicht nur die Hauptkommissarin und ihre kriminalistische Arbeit, sondern auch eine Frau, die allein vor der Problematik eines pubertierenden Sohn steht, einen neuen Mann an ihrer Seite findet und Konflikte mit ihren Eltern hat. Also einen Blick auf eine interessante Frau mit vielen Fassetten.
LESEPROBE
Am nächsten Morgen wurde Hanna auf dem Flur, der zu ihrem Büro führte, von ihrem Chef, Kriminalrat Dr. Wunderlich, aufgehalten.
»Verzeihen Sie, Frau Winter, auf ein Wort«, der große, hagere Mann, der bei den Kollegen wegen seines unerbittlichen Verhaltens gefürchtet war, sprach Hanna freundlich, aber bestimmt an.
»Sie ermitteln doch in der Sache Sondheim. Ich weiß, dass ich ausgerechnet Ihnen nicht ans Herz legen muss, besonders sensibel in der Sache vorzugehen, aber ich bitte Sie hiermit in aller Form noch einmal ausdrücklich darum.« Dr. Wunderlich machte eine kurze Pause und wirkte einen Moment lang gar nicht mehr so überaus selbstsicher wie sonst, als er fortfuhr: »Professor Sondheim war eine einflussreiche Persönlichkeit, die in der Öffentlichkeit sehr angesehen war. Außerdem haben wir zusammen Golf gespielt. Sorgen Sie dafür, dass seine Person nicht in den Schmutz gezogen wird.«
Hanna sah ihrem Chef gerade in die Augen. »Die Ermittlungen werden zeigen, welche Persönlichkeit sich hinter dem Toten verbirgt. Herr Keller und ich werden in jedem Fall versuchen, die Wahrheit herauszufinden. Und um das zu erreichen, werden wir nichts unversucht lassen. Entschuldigen Sie, Herr Dr. Wunderlich, die Familie des Professors wird gleich zur Anhörung da sein.« Die Kommissarin nickte ihrem Chef noch einmal zu und setzte schnellen Schrittes ihren Weg fort.
Wenig später klopfte es und auf Hannas »Herein«, betrat die Familie des Professors das Büro. Hanna erhob sich, um Frau Sondheim und ihre Kinder zu begrüßen und bat sie Platz zu nehmen. Bernd kam ebenfalls hinzu und stellte sich, aus Mangel an weiteren Sitzmöglichkeiten, mit verschränkten Armen vor das Fenster.
Hanna war beeindruckt. Die Harmonie, die zwischen den drei Menschen, die vor ihr saßen, herrschte, war fast greifbar, auch ohne, dass diese bis jetzt ein weiteres Wort gesprochen hatten. Johannes, der hoch aufgeschossene, blonde Sohn, aus dessen Gesicht die Sensibilität sprach, machte, wie seine zwei Jahre jüngere, dunkelhaarige und ein wenig zerbrechlich wirkende Schwester, einen in sich ruhenden und überaus erwachsenen Eindruck.
Mit ihren Antworten auf Hannas Frage nach dem Einbruch und dem Verschwinden des Vaters, bestätigten sie in allen Punkten die Aussage der Mutter, die sie bei Hannas und Bernds Besuch in der Villa gemacht hatte. Johannes war der Wortführer und es schien Hanna, als sei er unmerklich in die Rolle des Familienoberhauptes geschlüpft, der Mutter und Schwester vor weiteren Aufregungen bewahren wollte. Um die beiden jungen Sondheims ein wenig aus der Reserve zu locken, schnitt Hanna einer Eingebung folgend ein anderes Thema an.
»Rebecca, erzählen Sie mir doch etwas über Ihre Kindheit. Wie war das bei Ihnen zu Hause? Waren Sie glücklich?«
Das junge Mädchen sah die Kommissarin unsicher an. »Äh, ich verstehe nicht. Sie wollen wirklich etwas über meine Kindheit wissen?« Hanna nickte.
»Ja, ich würde sagen, sie war eigentlich ganz normal. Mein Bruder und ich haben uns immer schon gut verstanden, na ja, das ist schon etwas Besonders, wenn ich so an ein paar Klassenkameradinnen denke, die ältere Brüder haben. Bei uns war immer etwas los. Ich durfte meine Freundinnen einladen, wir haben tolle Geburtstage gefeiert. Und ich war auch, als ich klein war, nicht allein. Mutter war immer da«, sie bedachte Barbara Sondheim mit einem zärtlichen Blick, der von der Mutter erwidert wurde. »Doch, unsere Kindheit war o.k.« Johannes hielt bei den Worten seiner Schwester den Kopf gesenkt und starrte auf den Boden, dann hob er ihn abrupt wieder und schaute Hanna lächelnd an.
»Und welche Rolle hat Ihr Vater in Ihrer Kindheit gespielt?« Die Frage traf den jungen Mann so unerwartet, dass er eine Sekunde brauchte, um das Lächeln, das unter Hannas Einwurf für einen Moment aus seinem Gesicht gewichen war, wieder hervorzuzaubern.
»Na ja«, Johannes überlegte, »wissen Sie, mein Vater hat damals sehr an seiner Karriere gearbeitet, soweit ich mich erinnern kann, war er eigentlich nur am Wochenende richtig da.«
»Und dann? Freute er sich auf seine Familie? Hat er am Wochenende viel mit Ihnen unternommen?«
Johannes räusperte sich, bevor er ein wenig zögerlich antwortete: »Ja, schon. Wenn er sich nicht so viel Arbeit von der Uni mit nach Hause genommen hatte, haben wir viel unternommen. Wir sind gewandert, oder haben Radtouren gemacht. Weißt du noch Rebecca, wie du einmal schlapp gemacht hast, als wir mit den Rädern unterwegs waren?«, Johannes verstummte unter dem flehenden Blick seiner Schwester. Hanna beugte sich interessiert vor.
»Ja, erzählen Sie weiter.«
»Ach, da war nichts weiter …«
»Ja, wissen Sie, mein Mann liebte es, lange Touren mit dem Rad zu machen«, schaltete die Mutter sich ein. »Wir liebten das alle. Und er war ja auch an den Wochentagen oft an seinen Schreibtisch gekettet, dass er es am Wochenende genoss, in der freien Natur unterwegs zu sein. Natürlich erinnert sich Johannes an dieses außergewöhnliche Ereignis, weil es sich von den andern abhob. Rebecca hatte damals zum ersten Mal ihre Regel bekommen, und wie Sie sicher auch wissen, ist der Körper dann nicht so belastbar wie sonst. Na ja, unsere Tour endete jedenfalls damit, dass Rebecca nach ihrem Zusammenbruch ins Krankenhaus gebracht wurde, weil sie nicht früh genug zugegeben hatte, dass sie nicht mehr weiterfahren konnte. Gott sei Dank war das Forsthaus in der Nähe, so dass Johannes von dort aus den Krankenwagen rufen konnte«, Frau Sondheim griff nach Rebeccas Hand.
»Und Sie, Rebecca«, warf Hanna ein, »warum haben Sie damals nicht rechtzeitig Bescheid gesagt, dass Sie nicht mehr weiterfahren konnten?«
»Sagen Sie bitte ’Du’, das ’Sie’ ist noch sehr ungewohnt für mich. Na ja, ich wollte nicht zugeben, dass ich eigentlich nicht mehr konnte. Irgendwie war mir das peinlich, und ich dachte auch, dass ich die restliche Strecke locker schaffe.«
Nachdem Hanna weitere Fragen gestellt hatte und die Sondheims gegangen waren, wandte sie sich an ihren Kollegen.
»Wie ist dein Eindruck?«, fragte Hanna nachdenklich, »glaubst du, dass die Sondheims eine glückliche Familie waren?» Bernd zögerte mit der Antwort und fuhr sich mit der Hand durch sein schütter werdendes, braunes Haar.
»Mhm …, ich weiß nicht. Eigentlich machen die Mutter und ihre Kinder einen ehrlichen Eindruck auf mich. Ich meine, das hat ja jeder von uns eigentlich schon mal erlebt, dass er beim Wandern, Schwimmen oder beim Hallensport plötzlich nicht mehr konnte. Ich nehme an, du wolltest mit deiner Frage darauf hinaus?», er sah Hanna fragend an.
»Ja«, Hanna nickte, »bei mir ist das auch nur so ein Gefühl, dass da irgendetwas nicht stimmt. Gut, dass was die Kinder da geschildert haben, oder auch Frau Sondheim, kommt in fast allen Familien vor, in denen ein Elternteil Karriere macht. Derjenige ist halt oft nicht zu Hause. Ich bin es ja auch nicht. Und wie du schon sagst, dass mit dieser Fahrradtour ist so ungewöhnlich auch nicht. Aber trotzdem …«, sie starrte Bernd nachdenklich an. Dann schlug sie entschlossen mit beiden Händen auf die Schreibtischplatte und stand auf.
»Komm, wie machen jetzt erst einmal eine Pause. Ich hole uns Kaffee aus dem Automaten. Hoffentlich tut der es wieder.«



