Plötzlich steht Moonwalker, die
feurige Araberstute, auf ihrem Hof der Creeksideranch - und Sheila
weiß, dass ihr Leben sich ändern wird. Mit Moonwalker will sie durch
die weite endlose Prärie von Wyoming streifen. Sie will mit ihr sogar
Wettkämpfe gewinnen. Das traut ihr seit dem Unfall niemand mehr zu.
Sheila findet neuen Lebensmut … und ihre erste Liebe.
Doch dann passiert eine Katastrophe!
Doch dann passiert eine Katastrophe!
LESEPROBE
Dusty Wheeler war - ein Rodeoclown. Tyler
hatte gesehen, wie er heute in der Arena sein Leben riskiert hatte, um
den Bullen von einem gefallenen Reiter abzulenken. Er war ein
furchtloser Teufel mit eisernen Nerven und top trainiert. Aber wenn man
ihn so sah, wirkte er eher wie der Weihnachtsmann, der Glöckchen
bimmeln ließ und Päckchen an die Kinder verteilte. Tyler schmunzelte
über die Ohrringe mit Truthahnfedern, die an seinen Ohren baumelten und
die mit Raubtierzähnen behangene Indianerhalskette an seinem Hals. An
seinen Händen prangten Silberringe mit Opalen. Von der Hüfte abwärts
war er Cowboy: Wranglers, Boots und eine Gürtelschnalle, so groß, dass
man darauf ein Steak servieren konnte. Dusty Wheeler war ein
merkwürdiger Bursche.
* * * * *
»Darauf trinken wir einen«, Dusty legte einen Arm um Sheila. »Du bist mein Mädchen. Ist sie nicht großartig?«
»Mir reichts jetzt. Ich verschwinde«, raunte Sheila.
»Aber warum? Bevor du gekommen bist, war es hier richtig langweilig.«
»Ich habe nicht vor, den Pausenclown zu spielen.«
»Sie mögen dich. Sie haben nur eine etwas seltsame Art, das zu zeigen.« Er zog ihr den Hut über die Stirn und riss ihren gesunden Arm hoch. »Hier sehen wir eine zukünftige Gewinnerin.« Die Cowboys pfiffen. »Meine Nachbarin, Sheila Anderson. Die Legende sagt, dass ihre ersten Worte an ein Pferd gerichtet waren. Sie wusste von Anfang an, mit wem man die angenehmere Gesellschaft hat. Heute Abend beehrt sie uns mit einem ihrer raren öffentlichen Auftritte. Ein echtes Wyoming Girl.«
»Lass gut sein, Dusty«, sagte Sheila, peinlich berührt.
»Bind dein Pferd da hinten an.« Er drückte ihr die Zügel in die eine und eine Dose Bier in die andere Hand.
»Ich trinke keinen Alkohol. Und jetzt gehe ich. Sie warten zu Hause auf mich.«
Sheilas Problem war nicht, dass sie zu Hause auf sie warteten, sondern, dass sie nicht in der Lage war, ihr Pferd an den Anbindeplatz zu führen.
»Wir haben Limonade«, sagte Dusty mit einem Zwinkern.
Sheila stieg kurzerhand auf ihr Pferd und ritt zum Anbindeplatz.
»Ein Cowgirl geht nicht zu Fuß«, sagte sie kühl.
* * * * *
Tyler schmunzelte. Er wusste, warum das Mädchen die zehn Meter zu dem Cottonwoodwäldchen ritt. Moonwalker ließ sich nicht einmal von einem Bulldozer von der Stelle bewegen, wenn sie nicht wollte.
Tyler hätte das Mädchen für einen Jungen gehalten, wenn Dusty sie nicht Sheila genannt hätte. Ihre Stimme war tief, sie redete im Cowboyjargon und bewegte sich wie Lucky Luke. Er beobachtete, wie sie zum Feuer zurückkehrte. Sie setzte sich auf einen Fels, die Knie abgewinkelt, einen Ellenbogen abgestützt. Der andere Arm hing leblos herunter. Ihm war gleich aufgefallen, dass etwas an ihr nicht stimmte. An der markigen Art, mit der sie ihre Unsicherheit überspielte.
Tyler hatte einen siebten Sinn für das, was Menschen zu verbergen hatten. Was nicht verwunderlich war, nach der Auswahl von Menschen, mit denen sein bisheriger Lebensweg gepflastert war. Da gehörte Menschenkenntnis zum Überlebensprogramm.
Das Mädchen war nicht so cool, wie sie tat. Die Bemerkungen der Cowboys hatten sie verletzt. Etwas hatte ihre Natur aus dem Gleichgewicht gebracht. Der Arm - angeboren oder ein Unfall?
Tyler schüttelte den Kopf. Warum dachte er überhaupt darüber nach? Was ging es ihn an?
Viel mehr interessierte ihn, wie sie zu Moonwalker kam. Das Mädchen sah zu ihm herüber und er sah schnell weg.
Mit freundlicher Genehmigung des Loewe Verlags
* * * * *
»Darauf trinken wir einen«, Dusty legte einen Arm um Sheila. »Du bist mein Mädchen. Ist sie nicht großartig?«
»Mir reichts jetzt. Ich verschwinde«, raunte Sheila.
»Aber warum? Bevor du gekommen bist, war es hier richtig langweilig.«
»Ich habe nicht vor, den Pausenclown zu spielen.«
»Sie mögen dich. Sie haben nur eine etwas seltsame Art, das zu zeigen.« Er zog ihr den Hut über die Stirn und riss ihren gesunden Arm hoch. »Hier sehen wir eine zukünftige Gewinnerin.« Die Cowboys pfiffen. »Meine Nachbarin, Sheila Anderson. Die Legende sagt, dass ihre ersten Worte an ein Pferd gerichtet waren. Sie wusste von Anfang an, mit wem man die angenehmere Gesellschaft hat. Heute Abend beehrt sie uns mit einem ihrer raren öffentlichen Auftritte. Ein echtes Wyoming Girl.«
»Lass gut sein, Dusty«, sagte Sheila, peinlich berührt.
»Bind dein Pferd da hinten an.« Er drückte ihr die Zügel in die eine und eine Dose Bier in die andere Hand.
»Ich trinke keinen Alkohol. Und jetzt gehe ich. Sie warten zu Hause auf mich.«
Sheilas Problem war nicht, dass sie zu Hause auf sie warteten, sondern, dass sie nicht in der Lage war, ihr Pferd an den Anbindeplatz zu führen.
»Wir haben Limonade«, sagte Dusty mit einem Zwinkern.
Sheila stieg kurzerhand auf ihr Pferd und ritt zum Anbindeplatz.
»Ein Cowgirl geht nicht zu Fuß«, sagte sie kühl.
* * * * *
Tyler schmunzelte. Er wusste, warum das Mädchen die zehn Meter zu dem Cottonwoodwäldchen ritt. Moonwalker ließ sich nicht einmal von einem Bulldozer von der Stelle bewegen, wenn sie nicht wollte.
Tyler hätte das Mädchen für einen Jungen gehalten, wenn Dusty sie nicht Sheila genannt hätte. Ihre Stimme war tief, sie redete im Cowboyjargon und bewegte sich wie Lucky Luke. Er beobachtete, wie sie zum Feuer zurückkehrte. Sie setzte sich auf einen Fels, die Knie abgewinkelt, einen Ellenbogen abgestützt. Der andere Arm hing leblos herunter. Ihm war gleich aufgefallen, dass etwas an ihr nicht stimmte. An der markigen Art, mit der sie ihre Unsicherheit überspielte.
Tyler hatte einen siebten Sinn für das, was Menschen zu verbergen hatten. Was nicht verwunderlich war, nach der Auswahl von Menschen, mit denen sein bisheriger Lebensweg gepflastert war. Da gehörte Menschenkenntnis zum Überlebensprogramm.
Das Mädchen war nicht so cool, wie sie tat. Die Bemerkungen der Cowboys hatten sie verletzt. Etwas hatte ihre Natur aus dem Gleichgewicht gebracht. Der Arm - angeboren oder ein Unfall?
Tyler schüttelte den Kopf. Warum dachte er überhaupt darüber nach? Was ging es ihn an?
Viel mehr interessierte ihn, wie sie zu Moonwalker kam. Das Mädchen sah zu ihm herüber und er sah schnell weg.
Mit freundlicher Genehmigung des Loewe Verlags


