Emily findet im Internet eine
neue Frau für ihren Vater. Aber irgendwas stimmt nicht mit Vera. Als
schließlich der kleine Bruder ihrer besten Freundin verschwindet, macht
Emily sich persönlich auf die Suche und gerät in höchste Gefahr.
Gelingt es ihr, den Jungen - und sich selbst - zu retten?
Gelingt es ihr, den Jungen - und sich selbst - zu retten?
LESEPROBE
Alex rief jetzt unten Lenas Namen. Dann
wieder »Anschwung«.
»Ja-ha, ich komme!« Zu mir, vorwurfsvoll: »Vielleicht, weil es ihr Zuhause war? Wenn wir wissen, wo sie aufgewachsen ist, sind wir einen echten Schritt weiter.«
Das leuchtete mir halbwegs ein. Tatsächlich schien es, dass fast alle Bilder am selben Ort aufgenommen worden waren. In einem großen Garten mit vielen Bäumen. Alex’ Rufe wurden lauter, die Abstände dazwischen deutlich kürzer.
»Nichts mehr zu machen«, meinte Lena. »Gleich schreit er uns die ganze Nachbarschaft zusammen. Seine Geduld ist erschöpft.«
Sie stand auf und richtete ihr verrutschtes T-Shirt.
»Kann ich die Fotos mit nach Hause nehmen?«
»Unmöglich«, sagte ich. »Sie müssen zurück in die Kommode. Vera kann jeden Augenblick wiederkommen.«
»Auch gut«, meinte Lena. »Wir können sie uns ja jederzeit holen. Dann leg ich sie mal wieder zurück.«
»Lass nur«, sagte ich schnell. »Das mach ich schon. Sonst kommt Alex heute gar nicht mehr zu seinem Anschwung.«
Sie grinste und legte das Album auf mein Bett.
»Ciao Bella«, sagte sie. »Ich komm morgen wieder. Wenn du was von Vera hörst, ruf mich an.«
»Mach ich.«
Ich war total müde und freute mich darauf, endlich schlafen zu können.
»Apropos Bella.« Lena hatte die Tür schon geöffnet. »Ich soll dich ganz doll von Hendrik grüßen. Er wünscht sich, dass du ganz schnell wieder gesund wirst.«
»Hat er das echt so gesagt?« Ich wurde noch mal munter.
»Vielleicht nicht gerade wörtlich, aber so ähnlich.«
»Ach so.«
Lena ging und ich drehte mich auf die Seite. Es war angenehm, so schwerelos in den Schlaf hinüberzugleiten. Als Lena wieder ins Zimmer gestürmt kam, waren erst ein paar Minuten vergangen. Ich hatte sie so noch nie gesehen. Sie war völlig durch den Wind. Es gab keine Frage: Irgendetwas war passiert! Lenas Gesicht war kreideweiß.
»Alex ist weg«, sagte sie. Ihre Stimme war seltsam leise.
»Wie weg?« Ganz kurz glaubte ich, in einem finsteren Traum gelandet zu sein.
»Na weg! Nicht mehr zu sehen! Verschwunden! Ich hab keine Ahnung.« Dann wurde ihre Stimme noch leiser: »Er ist nicht mehr da, verstehst du? Einfach nicht mehr da.«
»Ja-ha, ich komme!« Zu mir, vorwurfsvoll: »Vielleicht, weil es ihr Zuhause war? Wenn wir wissen, wo sie aufgewachsen ist, sind wir einen echten Schritt weiter.«
Das leuchtete mir halbwegs ein. Tatsächlich schien es, dass fast alle Bilder am selben Ort aufgenommen worden waren. In einem großen Garten mit vielen Bäumen. Alex’ Rufe wurden lauter, die Abstände dazwischen deutlich kürzer.
»Nichts mehr zu machen«, meinte Lena. »Gleich schreit er uns die ganze Nachbarschaft zusammen. Seine Geduld ist erschöpft.«
Sie stand auf und richtete ihr verrutschtes T-Shirt.
»Kann ich die Fotos mit nach Hause nehmen?«
»Unmöglich«, sagte ich. »Sie müssen zurück in die Kommode. Vera kann jeden Augenblick wiederkommen.«
»Auch gut«, meinte Lena. »Wir können sie uns ja jederzeit holen. Dann leg ich sie mal wieder zurück.«
»Lass nur«, sagte ich schnell. »Das mach ich schon. Sonst kommt Alex heute gar nicht mehr zu seinem Anschwung.«
Sie grinste und legte das Album auf mein Bett.
»Ciao Bella«, sagte sie. »Ich komm morgen wieder. Wenn du was von Vera hörst, ruf mich an.«
»Mach ich.«
Ich war total müde und freute mich darauf, endlich schlafen zu können.
»Apropos Bella.« Lena hatte die Tür schon geöffnet. »Ich soll dich ganz doll von Hendrik grüßen. Er wünscht sich, dass du ganz schnell wieder gesund wirst.«
»Hat er das echt so gesagt?« Ich wurde noch mal munter.
»Vielleicht nicht gerade wörtlich, aber so ähnlich.«
»Ach so.«
Lena ging und ich drehte mich auf die Seite. Es war angenehm, so schwerelos in den Schlaf hinüberzugleiten. Als Lena wieder ins Zimmer gestürmt kam, waren erst ein paar Minuten vergangen. Ich hatte sie so noch nie gesehen. Sie war völlig durch den Wind. Es gab keine Frage: Irgendetwas war passiert! Lenas Gesicht war kreideweiß.
»Alex ist weg«, sagte sie. Ihre Stimme war seltsam leise.
»Wie weg?« Ganz kurz glaubte ich, in einem finsteren Traum gelandet zu sein.
»Na weg! Nicht mehr zu sehen! Verschwunden! Ich hab keine Ahnung.« Dann wurde ihre Stimme noch leiser: »Er ist nicht mehr da, verstehst du? Einfach nicht mehr da.«


