Angeline Bauer - Sevilla

Verfügbare Formate

Inhaltsangabe

Die Reihe 'Städtetrip by arp' ist als praktischer Begleiter für Ihren Städte-Kurztrip konzipiert. Diese Reise-E-Books sind für Leute gedacht, die nur ein oder zwei Tage in einer Stadt verbringen, also keine Zeit haben, jede kleine Kirche zu besichtigen oder sich auf die Suche nach vermeintlichen ‚Geheimtipps‘ zu machen. Mit Hilfe dieser E-Books können Sie sich vorab orientieren und auswählen, welche Sehenswürdigkeiten Sie unbedingt besuchen möchten oder im Anschluss an die Reise noch einmal nachlesen, was Sie vor Ort gesehen haben. Auch praktische Tipps, Links und wichtige Telefonnummern halten die Ausgaben unserer Serie für Sie bereit.

Mit folgenden Informationen können Sie rechnen – je nach Gegebenheiten kann das in Kleinigkeiten variieren.

Allgemeines – ein kurzer Abriss über die Stadt
Geschichte in Kürze
Die wichtigen Sehenswürdigkeiten mit Wegebeschreibung

Sightseeing zu Fuß, per Bus, Schiff, Kutschen oder mit dem Fahrrad
Musik und Feste
Auto und Parken
Park- und Stellmöglichkeiten für Camper
Infos für Reisende auf Kreuzfahrtschiffen
Öffentlicher Verkehr
Taxi
Touristenauskunft in Deutschland
Touristenauskunft in der Urlaubsstadt
Internetcafés & WLAN
Telefon & Handy
Klima & Reisezeit
Einkaufen & Souvenirs / Öffnungszeiten
Essen und Trinken
Öffnungszeiten / Trinkgeld
Wohin im Krankheitsfall

Leseprobe

Allgemeines
Sevilla, die Hauptstadt der autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla, ist die viertgrößte Stadt Spaniens. Guapa - übersetzt ‚du Hübsche‘ - nennen die Einheimischen ihre Stadt liebevoll, die als Zentrum des Stierkampfs und des Flamenco gilt. Sie bietet Besuchern nicht nur eine Menge an Kultur und Geschichte, sondern auch Feste, Folklore und buntes Treiben in einer Vielzahl von Bars, Restaurants und Kneipen, von denen die meisten bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben.
Zur Mittagszeit, wenn es heiß ist - über 40° Celsius ist keine Seltenheit in Sevilla, die als ‚heißeste Stadt Europas‘ gilt - ziehen sich die Einwohner zur Siesta zurück, doch ansonsten spielt sich das Leben hauptsächlich draußen ab.
Zu den schönsten Vierteln zählt zweifelsohne Barrio Santa Cruz, im historischen Zentrum Sevillas gelegen, das früher einmal das Viertel der Mauren und Juden war. Wenn man in den engen, schattigen und verwinkelten Gassen spaziert, kann man hie und da einen Blick auf blumengeschmückte Innenhöfe erhaschen. Entlang der breiteren Straßen wachsen, wie anderenorts Platanen, Orangenbäume - und so liegt, wenn sie blühen und die Früchte reifen, ein herrlicher Duft über Sevilla. Nur essen kann man sie nicht, auch wenn sie noch so verlockend aussehen. Es handelt sich um eine robuste, bittere Sorte, die sich zudem mit Abgasen vollgesogen hat.
Durch die Stadt zieht sich der Guadalquivir – der einzig schiffbare Fluss Spaniens. Ehemals mündete er bei Sevilla in einen großen Binnensee, der jedoch längst versandet ist. Die zahlreichen öffentlichen Brunnen Sevillas werden jedoch nicht durch den Fluss, sondern durch ein antikes Aquädukt gespeist, das aus 410 Bögen besteht und bereits von Julius Caesar erbaut wurde.
Zu den berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt zählen unter anderem Ministerpräsident Felipe González Márquez, die Schauspielerin Paz Vega und die Fußballspieler José Mari und Antonio José Puerta Pérez. Letzterer erlitt am 25.August 2007 beim ersten Saisonspiel gegen den FC Getafe einen Herz-Kreislauf-Stillstand, wurde reanimiert, verstarb drei Tage später aber doch. Auch der Stierkämpfer Juan Belmonte García (1892 bis 1962) kam aus Sevilla. Er zählt zu den bedeutendsten Toreros des beginnenden 20. Jahrhunderts, wurde häufig sogar als bester Torero aller Zeiten bezeichnet, und prägte zusammen mit seinem großen Rivalen José Gómez Ortega, der ebenfalls aus der Umgebung von Sevilla stammte, das Goldene Zeitalter des spanischen Stierkampfes.
Auch drei legendäre Figuren aus der Opernwelt sind mit Sevilla verbunden, nämlich der Herzensbrecher Don Juan (Don Giovanni bei Mozart), die schöne und rassige Carmen, die nach einer Novelle Prosper Merimées den Männern den Kopf verdrehte - ihr Schöpfer ließ sie in der alten Tabakfabrik arbeiten, in der heute Teile der Universitätsverwaltung untergebracht sind. Und natürlich spielt auch der Barbier von Sevilla hier.