Lina-Sophia Clement (Angeline Bauer) - Im Feuer der Liebe

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eBook

Verlagby arp
ErschienenSeptember 2017
ASINB075CMT4X8
Seitenanzahl62
Preis3,99 €

Inhaltsangabe

Man schreibt das Jahr 1831. Katharina von Thürnheim ist siebzehn Jahre jung, wunderschön und ebenso naiv. Sie glaubt, das Leben hält alles für sie bereit. Als sie auf einer Fuchsjagd Sebastian von Stetten, ihren Freund aus Kindertagen wiedertrifft, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Doch ihre Eltern verheiraten sie mit dem viel älteren Fürst Karl von Landau-Rotherich, der sie auf sein Schloss in Ungarn bringen lässt und dort wie eine Gefangene hält. Katharina muss erwachsen werden. Sie kämpft um ihr Glück – aber wird sie ihren Geliebten je wiedersehen …?

Leseprobe

Kläffend setzte die Meute hinter dem Fuchs her. Die Hatz ging über abgemähte Felder, die Hügel hinunter, Richtung Weißenburg, von dort in großem Bogen zu Schloss Thürnheim zurück. Am Marienkreuz überquerte die Jagdgesellschaft den Bach, nahm am Waldrand einige Hindernisse und raste im Galopp über ein Feld, auf dem noch vor ein paar Tagen goldgelber Weizen gestanden hatte.
Katharina von Thürnheim sah sich um. Ihr Vater und Graf von Pollak, ein alter Haudegen, der noch unter Kaiser Franz dem II. gedient hatte, waren ihr bis zur Mühle dicht auf den Fersen gewesen. Doch inzwischen waren die beiden ein ganzes Stück zurückgefallen. Ihre Mutter und der Rest der Jagdgesellschaft lagen so weit ab, dass Katharina sie nur noch als einen einzigen, schattenhaften Pulk wahrnahm.
Das Mädchen lachte. Es hatte sie alle abgehängt. Es hatte ihnen gezeigt, wer hier die beste Reiterin war und das beste Pferd unter dem Sattel hatte! Doch als Katharina nun wieder nach vorne sah, gefror ihr vor Schreck das Blut in den Adern. Nur ein paar Galoppsprünge weiter lag ein umgekippter Baum, und sein Geäst war viel zu hoch, um darüber hinwegspringen zu können. Kurz entschlossen riss sie die Zügel herum, ihre Stute schlug einen Haken, Katharina wurde aus dem Sattel katapultiert und blieb mit einem Aufschrei bewegungslos am Boden liegen.
Eine Weile war es dunkel vor ihren Augen. Sie hörte nur das Zwitschern der Vögel und ein Knacken im Geäst. Als es ihr schließlich gelang, die Augen wieder zu öffnen, sah sie ein Gesicht über sich. Es gehörte einem jungen Mann, den sie zuvor noch nie gesehen hatte. Er war etwa fünf Jahre älter als sie, hatte dunkles gelocktes Haar und strahlende dunkle Augen, die sie besorgt anblickten ...