Die Gewinnerin des DELIA-Literaturpreises 2017

 

Rebecca Maly mit "Die Schwestern vom Eisfluss"

Ein bildgewaltiger, atmosphärisch dichter und über alle Maßen gekonnt erzählter Roman.  Düster und packend kommt diese Liebesgeschichte in Fahrt und lässt einen erst auf der letzten Seite wieder los. Und vielleicht nicht einmal dann. Eine Liebe, die trotz schwerster Bedingungen am Ende siegt. Ein Pageturner allererster Güte!

Preistraeger Rebecca Maly Preistraegerin Rebecca Maly Die Schwestern vom Eisfluss
  Foto: (c) Traumstoff

 

Die Autorin:

Rebecca Maly, geboren 1978, studierte Skandinavistik und Archäologie und arbeitete zunächst als Lektorin, bevor sie selbst zu schreiben begann. Sie liebt Reisen und ist fasziniert von der Kultur nordischer Völker, von ihrer Geschichte, ihren Lebensweisen und Landschaften. Dieser Leidenschaft geht sie im Sommer bei verschiedensten archäologischen Ausgrabungen nach – und im Winter beim Schreiben ihrer atmosphärischen Romane. In ihrer Freizeit genießt sie es, lange Ausritte in die Natur zu unternehmen, zu klettern oder gemütlich mit ihren Katzen zu Hause zu lesen.

 

Der Roman:

Mitten im Winter verliert die junge Magd Jorun ihre Anstellung und muss zurück zum elterlichen Hof, dabei wollte sie ihre spröde Schwester nie wiedersehen. Doch bald entdeckt sie ein wohlgehütetes Geheimnis: In einer abgelegenen Hütte versorgt Salbjörg den schwer verletzten Erlendur, den sie bewusstlos und beinahe erfroren im Gestrüpp fand. Der Nachbarssohn wird des Mordes beschuldigt und überall gesucht – ihm selbst fehlt jedoch jede Erinnerung an das, was geschehen ist. Jorun beginnt, ihr Herz an Erlendur zu verlieren, an den Mann mit den eisblauen Augen. Auf keinen Fall darf Salbjörg davon erfahren, da diese ihn auf geradezu fanatische Art begehrt.

Die karge Landschaft Islands im Winter und die bittere Armut der Bauern bilden einen beeindruckenden Hintergrund für diesen Roman.

 

Die Jury-Meinung:

Großartige Landschaftsbeschreibungen, authentische, dreidimensionale Charaktere und eine fesselnde Liebesgeschichte vor atemberaubender Naturkulisse prägen diesen spannenden historischen Roman. Die Geschichte ist so bildhaft beschrieben, dass man selbst das Gefühl hat, in Island tagelang über einsame Wege zu gehen, zu frieren, durchnässt zu sein, unter der Kargheit der Lebensumstände zu leiden, ihnen stolz zu trotzen und dann, wenn es am unwahrscheinlichsten erscheint, Hilfe und Liebe zu finden.

 

Die Siegerin wurde am Freitag, den 28. April 2017, im Rahmen der Gala anlässlich der DELIA-Liebesromantage in Iserlohn, bekanntgegeben.

Der DELIA-Literaturpreise ist mit 1.500 Euro dotiert.

 

Außerdem nominiert waren:

Carmen Lobato, Und sie werden nicht vergessen sein, Droemer Knaur

Charlotte Lucas, Dein perfektes Jahr, Lübbe

Antonia Michaelis, Die Allee der verbotenen Fragen, Droemer Knaur

Benedict Wells, Vom Ende der Einsamkeit, Diogenes